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Thema: [Event] Sommergeschichten

  1. #31
    Siedler
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    Wildblumental
    Sommergeschichte

    Die Sonne brennt vom blauen Himmel,
    schon müde ist der brave Schimmel,
    der dringend etwas Wasser braucht,
    weil er sich hat Gelenk verstaucht.
    Der Ritt war lang durch heiße Wüste,
    quer über Insel zu der Küste.

    Dort lebt Nusala im Schwarzen Schloss.
    Mit Sehnsucht erwartet sie hoch zu Ross
    den Liebsten, der nach vielen Schlachten,
    gedenkt bei ihr zu übernachten,
    um sich endlich auszuruh'n,
    denn es gab immer was tun.

    Ob in der Mine, ob am Turm,
    ob Winter, Sommer oder Sturm,
    niemals gab es eine Pause,
    und nur selten eine Jause.
    Vargus heißt ihr General,
    stets auf der Suche nach Kristall.

    Nusalas Blick schweift in die Ferne,
    der Abend lau, sie wartet gerne
    auf den stolzen Rittersmann.
    Er kommt wohl heute nicht mehr an?
    Das Essen kalt und warm der Wein
    nun bleibt sie diese Nacht allein.

    Der Sonnenschein wirft lange Schatten,
    er wird wohl schlafen auf den Matten.
    Es plagt ihn Hunger und auch Durst,
    am Imbissstand gab’s keine Wurst.
    Kein Proviantlager war in Sicht,
    das Mahl zur Nacht nun leider schlicht.

    Er streckt seine müden Glieder
    unterm Abendhimmel nieder.
    deckt sich heut alleine zu
    findet dennoch keine Ruh'.
    Manchmal sehr hart ist das Siedler-Leben,
    er hofft Nusala wird ihm vergeben.

    Sommer, Sonne, Sonnenschein
    Nusala trinkt den warmen Wein.
    Ganz anders hatte sie gedacht
    zu verbringen diese Nacht.
    Sie will sich machen keine Sorgen,
    ein neuer Siedlertag kommt morgen.

  2. #32
    Neuankömmling
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    Glitzerstadt
    Wieder einmal saß der Schwarze Ritter in seinem Schloss und grübelte über die Versorgungslage seiner schönen Insel. Die Siedler in seinem Inselreich waren zwar treue Untertanen und auch recht fleißig, aber es kam doch immer wieder zu Engpässen bei einigen Waren. Und sein Schwarzes Schloss war durch den letzten feindlichen Angriff auch etwas reparaturbedürftig. Von dem dazu erforderlichen Baumaterial fehlte jedoch noch einiges.

    Aber alleine fielen ihm zu diesen Problemen keine Schritte ein, um für eine Verbesserung sorgen zu können. Er beriet sich deshalb mit Sonya und seinen engsten Vertrauten um diese Dinge endgültig in den Griff zu bekommen. Nach langem hin und her und einer heißen Diskussion kamen sie schließlich auf die Idee, die Motivation der Siedler in den Minen und anderen Produktionsstätten durch Geschenke zu steigern. Aber wie an Geschenke kommen war dann die nächste Frage. Sonya fiel da der Weihnachtsmann ein, der verteilte doch immer Geschenke. Vielleicht gäbe es eine Möglichkeit ihn für ihre Zwecke einzuspannen.

    Aber wo war der Weihnachtsmann jetzt mitten im Sommer? Also wurde beschlossen eine Expedition zu starten um den Weihnachtsmann evtl. auf einer der umliegenden Inseln zu finden. Vielleicht nahm er ja jedes Jahr nach den Strapazen seiner winterlichen Arbeit einen ausgedehnten Urlaub um für seinen Einsatz wieder fit zu werden. Von seinen Vasallen sollten den Schwarzen Ritter die erfahrensten Getreuen begleiten. Dazu wurden Nusala, Vargus und Anslem bestimmt, während seine anderen Generäle das Schwarze Schloss bewachen und für die Sicherheit der Siedler sorgen sollten. Um die Sicherheit während der Abwesenheit der erfahrenen Getreuen zu erhöhen, wurde weiterhin beschlossen, von den Siedlern einen tiefen Graben rings um das Schwarze Schloss ausheben zu lassen. Dieser sollte dann mit Wasser gefüllt werden. Dies würde eine Eroberung des Schwarzen Schlosses durch Räuber oder andere Feinde erheblich erschweren.

    Nachdem dies alles geregelt war, wurden die für die Expedition erforderlichen Sachen dem Proviantlager entnommen und die beschwerliche Reise begann. Und tatsächlich, nach einigen Wochen fanden sie den Weihnachtsmann. Natürlich auf der Weihnachtsinsel, das hätte man sich ja eigentlich denken können. Gemütlich saß er in einem Strandkorb und genoss den Urlaub.

    Der Schwarze Ritter trug sein Anliegen dem Weihnachtsmann vor und bat ihn um seine Hilfe. Doch der Weihnachtsmann weigerte sich, den Strandkorb zu verlassen. Da traten Nusala, Vargus und Anslem in Aktion. Ihren gewichtigen Argumenten konnte der Weihnachtsmann sich nicht verschließen. Er war schließlich bereit, sie auf das Schwarze Schloss zu begleiten.

    Seitdem erhalten die Siedler auf der Heimatinsel regelmäßig Geschenke, die ihre Leistungsfähigkeit erheblich steigern. Bekannter wurden diese Geschenke später mehr unter dem Begriff Förderungen. Etwas salopper auch Buffs genannt.

  3. #33
    Neuankömmling
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    Goldenau
    Drückende Hitze lag über Goldenau. Jeder, der konnte, suchte sich einen Schattenplatz und bewegte sich so wenig wie möglich. So auch Nusala, die sich auf der sonnenabgewandten Seite vor ihr Zelt gesetzt hatte und einen Bogen mit einer neuen Sehne bespannte. Sie war so vertieft in diese Arbeit, dass sie zusammenzuckte, als plötzlich Vargus‘ Stimme ertönte: „Ich glaube, da braut sich was zusammen!“

    Diese Worte brachten Nusala dazu, aufzublicken und sie verstand, was er meinte: „Puh, stimmt, die Wolken da hinten sind ja dunkler als das Schwarze Schloss!“ Nachdenklich nickte ihr Gefährte aus Kindertagen: „Würde mich nicht wundern, wenn das heute noch ein Gewitter gibt. Aber sag mal, wo sind denn deine ganzen Nachwuchsschützen?“
    „Denen habe ich heute Hitzefrei gegeben. Bei dem Wetter kann sich eh keiner wirklich konzentrieren und bevor noch was schief geht – außerdem habe ich so Zeit, mal meinen Bogen zu reparieren!“, dabei deutete sie auf die Waffe in ihren Händen.

    Vargus schaute interessiert: „Das ist dein alter Bogen aus Anteria, nicht wahr? Was ist denn mit dem?“ Nusala verzog ein wenig das Gesicht: „Neulich beim Gewitter hat es in meinem Zelt durchgeregnet und die Sehne war komplett nass. Da wollte ich sie sicherheitshalber tauschen. Wo und warum es durchgeregnet hat, weiß ich aber leider nicht, ein Leck habe ich nicht gefunden. Aber man weiß ja, wie das mit Wasser ist ...“
    „… das findet immer die unmöglichsten Wege“, vollendete Vargus ihren Satz und die junge Generälin nickte nur: „Ich hoffe nur, es regnet mir heute nicht wieder rein. Ein bisschen Abkühlung ist ja ganz nett, aber Wasser im Zelt muss nicht sein. An solchen Tagen vermisse ich die milden Sommer in Anteria ...“ Ihr Blick richtete sich kurz auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne, dann schüttelte sie den Kopf und deutete in Richtung der Berge: „Dabei haben wir es noch gut. Die Siedler, die in den Minen arbeiten müssen, haben es sicherlich auch nicht leicht.“ Ihr alter Weggefährte schüttelte den Kopf: „Definitiv nicht. Und ich denke, Anteria zu verlassen war eine gute Idee. Dort hätten wir nie das erreichen können, was wir jetzt haben. Ein einfacher Söldner wie ich hätte dort niemals General werden können.“
    „Und ich als Frau in den patriarchalischen Strukturen erst recht nicht. Du hast Recht, wir haben es schon gut getroffen. Aber hey, was ist denn da los?“, verwundert blickte Nusala an Vargus vorbei auf eine Truppe junger Leute, die offensichtlich vom Strand kamen.

    „Was macht ihr denn schon hier?“, empfing sie ihre Bogenschützen-Schüler und einer von ihnen sprudelte heraus: „Die Fischer sind eben alle gemeinsam vorzeitig zurückgekommen. Sie sagen, auf den vorgelagerten Inseln tobt schon ein Gewitter und wir sollten alle so schnell wie möglich Schutz suchen. Wir haben uns auch fast alle dran gehalten, doch der Weihnachtsmann weigerte sich, den Strandkorb zu verlassen. Das zöge vorbei, meinte er.“ Nusala schmunzelte nur über ihren aufgeregten Schüler: „Nun, ich denke, er wird schon noch nach Hause gehen, spätestens, wenn es regnet wie verrückt. Aber noch ist es ja nicht so schlimm. Und die Fischer sind zurückgekommen, habt ihr gesagt?“ Die Schüler nickten und redeten wild durcheinander, doch die junge Generälin wusste, wie sie Ordnung in ihre Nachwuchs-Truppe brachte, ohne laut werden zu müssen: „Was haltet ihr davon, wenn wir zum Proviantlager gehen, uns ein paar von den frischen Fischen und ein paar Steaks holen und grillen, bis das Gewitter kommt? Du bist natürlich auch eingeladen“, wandte sie sich an Vargus, während einige der jungen Siedler bereits lossausten und so saßen sie alle kurz danach bei Steaks und frisch gegrilltem Fisch beieinander, während das Gewitter vorbei zog – ganz wie der Weihnachtsmann es prophezeit hatte.
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  4. #34
    Neuankömmling
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    Bernsteingarten
    Die Ballade von Sommer, Sonne und Sonnenschein


    Die Sonne brennt - auf der Insel ist der Sommer eingezogen
    Bären, Füchse und Wölfe haben sich in ihre Höhlen verzogen.
    Keine Enten im See weit und breit, ja nicht einmal Fische!
    Das Wasser ist zu warm - sie suchen woanders Frische.
    Die Pferde schwitzen, die Katzen werden kaum noch munter.
    Bäume und Blumenbeete waren auch schon mal bunter!
    Sommer, Sonne, Sonnenschein
    So ganz ohne Regen bleiben sogar die Pflanzen der Förster klein.

    Der Dunkle Hohepriester, in vollem Ornat und hoch zu Ross
    Verlässt mit den Dunklen Priestern sein Schwarzes Schloss
    Schon lange hörte man ihn ständig die Sommerhitze verfluchen
    Endlich lud die Hexe ihn ein, sie in ihrem Sumpf zu besuchen.
    Auch die Kultisten reißen sich die verschwitzen Kutten runter
    und tauchen vergnügt und froh im trüben Wasser unter.
    Sommer, Sonne, Sonnenschein
    im kühlen Schatten der Bäume schlafen die Räuber fast ein.

    In der Kaserne brüllt Feldwebel Stinktier Kommandos - doch es hat keinen Sinn.
    schweißnass und müde hören die Rekruten lieber gar nicht erst hin.
    Exerzieren in der Sonne macht durstig und das Malzbier geht schon zu Neige.
    Frischer Nachschub aus dem Proviantlager? - Fehlanzeige !
    Soldaten, Milizen und Reiter, Kanoniere und Armbrustschützen
    treten in Streik und lassen die Generäle in den Garnisonen alleine sitzen.
    Sommer, Sonne, Sonnenschein
    so viel Training mitten im Sommer muss wirklich nicht sein!

    Über Getreide- und Kürbisfeldern summen träge die Bienen.
    Manch ein Siedler macht freiwillig Dienst in den schattigen Minen.
    Mit trockener Kehle krächzen heimkommende Geologen noch "Yipii".
    Dorfschüler und Studenten dagegen machen Campingferien im Tipi.
    Wer kann, sitzt zu Hause im Schatten, statt über die Insel zu flitzen.
    Für alle anderen heißt die Devise: "arbeiten und schwitzen"
    Sommer, Sonne, Sonnenschein
    Sonya im Luftschiff cremt sich vorsichtshalber dick ein.

    Endlich verkündet das Rathaus: "Einstimmig beschlossen sei:
    Alle Lager sind geschlossen! Siedlerinnen und Siedler haben hitzefrei!"
    Alle Schmiede löschen die Feuer und gehen erleichtert nach Hause.
    Wildpirscher und Jäger machen gemeinsam Sommerpause.
    Die Holzfäller legen die Axt weg, die Sägen bleiben stehen.
    Auch in Ställen und Gehöften ist kein Arbeiter mehr zu sehen.
    Sommer, Sonne, Sonnenschein
    Ein paar Urlaubstage am Strand! Das finden alle fein!

    Santa belädt seinen Schlitten, die anderen packen Reisetaschen.
    Die Brauer füllen ihr letztes Bier in große Thermosflaschen.
    Die Bäcker und Metzger belegen noch schnell ein paar Jausenbrote
    Die Fischer transportieren dann alles - sie haben genügend Boote.
    "Auf geht's ans Meer! Der Badespaß kann beginnen!"
    Nur Dracula kann der Idee vom Strandurlaub nichts abgewinnen.
    Sommer, Sonne, Sonnenschein?
    "Pfui!" schimpft er und schließt schmollend in den Sarg sich ein.

    Vor der Insel kreuzen die Piraten - sie haben das Piratenleben fast satt.
    Das ganze Jahr nur Sonne und Meer - da wird jeder irgendwann matt.
    Smutje droht dem Capt'n: "Geht das so weiter, geh ich von Bord!
    Kommt - wir klauen den Weihnachtsmannschlitten und fliegen damit fort!"
    Gesagt, getan - sie drängen zum Schlitten - keiner bleibt noch hier.
    Fürst Dracul im Sarg ist auch dabei (als blinder Passagier)
    Adios Sommer, Sonne, Sonnenschein!
    Beim Bergklan setzt gerade ein erfrischender Schneesturm ein.

  5. #35
    Neuankömmling
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    Goldenau
    Sommergeschichten

    Sonya und Vargus sind keine einfachen Arbeitskollegen,
    Wollen bei Sommer, Sonne, Sonnenschein ihre Freundschaft pflegen,
    Darum entscheiden Sie sich zu einem Abenteuer,
    Einziges Kriterium: ganz weit weg, ganz egal wie teuer,
    Fündig werden sie im Internet,
    Im Pazifik, schön weit, das wird fett!

    Per Speedboot lässt man sie auf der Insel aus,
    Empfangen werden sie mit einem Gaumenschmauß,
    Die Bewohner der Insel, ärmliche Siedler,
    Häuser aus Holz gebaut und Wege geschmückt mit Flieder,
    Hier scheint alles friedlicher als im Rest der Welt,
    Doch der Schein trügt, wie Vargus schon hat festgestellt.

    Er lauschte einem Geflüster, Thema war ein Koloss,
    Der leben soll in einem schwarzen Schloss,
    Von Zeit zu Zeit terrorisiert es die friedlichen Siedler,
    Und pfeift nach dem Raubzug grässliche Siegeslieder,
    Weiter machen müssen die Siedler, als ob nichts wär‘,
    Auffüllen die geplünderten Silos und Proviantlager.

    Die Neuen wollen sich das nicht lassen gefallen,
    Hecken einen Plan aus und wollen den Koloss überfallen,
    Bei Erkundungen entdeckt Sonya den Eingang einer Mine,
    Hat Angst reinzugehen, als ob ihr eine Wahl bliebe,
    Ruft die Anderen zusammen und so erkunden Sie die Entdeckung,
    JA! Sie führt über Umwege, unterirdisch zu der Festung.

    Untereinander ernennen die Siedler, Soldaten und einen General,
    Zusammen wollen Sie ein Ende setzen dieser Qual,
    Bewaffnet mit Pfeil und Bogen, gestärkt mit Wasser und Brot,
    Begeben Sie sich freiwillig in höchste Not,
    Damit Ihre Liebsten die Zukunft nie wieder fürchten müssen,
    Verabschieden Sie sich mit Umarmungen und Küssen.

    Durch die Mine erreichen Sie des Kolosses Anwesen,
    So schwarz die Fassade, hier ist lange niemand putzen gewesen,
    Stürzen das Tor und betreten ein gänzlich schwarzes Schloss,
    Erwartet werden Sie schon vom riesigen Koloss,
    Doch so böse scheint dieser gar nicht zu sein,
    Zumindest bittet er Sie zunächst einmal herein.

    Er Koloss erzählt von einem Fluch der auf ihm liegt,
    Und dass dieser nur verschwinden wird, wenn ihn jemand besiegt,
    Doch dass bisher niemand mutig genug dazu war,
    Und Ihm niemand auch nur in die Augen sah,
    Und nur deswegen habe er Angst und Schrecken verbreitet,
    Weil er jemanden sucht, der mit Ihm einen Kampf bestreitet.

    Vargus weiß was zu tun ist und greift zu seinem Bogen,
    Zielt ins Auge des Kolosses und alle sehen, der Gute hat nicht gelogen,
    Der Koloss ist in Wahrheit eine einfache Frau,
    Noch hat sie Flecken im Gesicht und ihre Hände sind Rauh,
    Die Siedler freuen sich und scheinen sichtlich erleichtert,
    Dass der Spuk endlich ein Ende erreicht hat.

  6. #36
    Wuseler
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    Bernsteingarten
    Sommergeschichten

    "Was für eine elendige Hitze!"
    Missmutig schob General Vargus seinen leeren Malzbierkrug über den Tisch der Taverne "Zum Schwarzen Schloss". Ihm war langweilig.
    Mit zwei frisch gezapften Krügen kam Anselm zu ihm und setzte sich.
    "Hier, ein kühles Bier, das hebt Deine Stimmung!"
    "Was sie heute so Bier nennen..." grummelte Vargus.
    "Du bist wieder mal gut drauf, was?" neckte Anselm, "Wie wär's, der Sumpfhexe einen Besuch abzustatten? Da kommst Du auf andere Gedanken."
    "Nicht schon wieder!" stöhnte Vargus, "Mir brummt noch der Schädel vom letzten mal!
    Und wo wir von ihr reden, da kommt sie." Mit einem Nicken deutete er zur Tür, durch die Nusala gutgelaunt die Taverne betrat.
    "Lass sie das bloß nicht hören," mahnte Anselm, "sie mag diesen Spitznamen gar nicht."
    Nusala setzte sich an den Tisch und kam sofort zur Sache: "Jungs, ihr seid meine Letzte Hoffnung. Ich habe mir im Proviantlager ein Fass Met abfüllen lassen, das darf auf keinen Fall voll bleiben. Wollen wir die Nacht versumpfen?"
    Anselm musste lachen und verschluckte sich.
    Vargus brummte etwas Unverständliches. Es klang nach "keine Lust".
    "Da ist wohl nichts zu machen," resignierte Anselm, "Hast du mal die anderen gefragt?"
    "Keiner hat Zeit!" ereiferte sich Nusala.
    Anselm deutete in Richtung Kaserne: "Warst Du auch schon in der 'Vorwelle' und hast die Kampfkunstmeister gefragt?"
    "Klar, aber die Herren müssen unbedingt ihre Truppen ausbilden."
    "Einen Rekruten." konsternierte Vargus.
    "Ja genau," intonierte Nusala und setzte mit verstellter Stimme fort: "Also wir greifen den Feind erbarmungslos an! Du sicherst die Flanke und ich gehe frontal auf ihre schwächste Stelle."
    "Das macht den Gegner mürbe..." ergänzte Anselm.
    "... bis reguläre Streitkräfte eintreffen." vervollständigte Vargus und nahm einen kräftigen Schluck Malzbier.
    "Früher sollen die eine richtig große Nummer gewesen sein." meinte Anselm nachdenklich.
    "Ja, früher! Da gab es auch richtiges Bier!" meinte Vargus mit einem wehmütigen Blick.
    Ein alter Siedler am Nachbartisch drehte sich zu ihnen um und meinte: "Das war beides vor Eurer Zeit!".
    Als er Vargus' Blick begegnete, wendete er sich ab und widmete sich wieder seinem Glas Wasser.
    "Und die Quartiermeister?" erkundigte sich Anselm.
    "Am Strand, auf der Insel mit den Minen."
    "Nicht wirklich!?"
    "Doch! Der Weihnachtsmann weigerte sich, den Strandkorb zu verlassen und die Bohnenjungs haben sich gegenseitig bis zum Hals eingegraben. Sie sind bis auf Weiteres unabkömmlich."
    "Toll.. und Madam Doppelpunkt?" erkundigte er sich weiter.
    "Liegt neben ihrem Mann im Strandkorb."
    "War zu erwarten... und Mister Totenschädel?"
    "Hilft bei der Ernte."
    "Ziemlich runter gekommen, der Bursche... hast du mal Grufti gefragt?"
    Nusala verzog das Gesicht. "Erst schien er interessiert, aber als ich den Holzpflock aus dem Spundloch zog, um den Met zu kosten, lief er schreiend davon."
    "Der Kerl war schon immer paranoid. Aber heutzutage nehmen sie einfach jeden!"
    "Ja, schlimm ist das!" mischte sich Vargus ein, "Ich habe gehört, jetzt wollen sie sogar einem Feldsanitäter das Kommando über reguläre Truppen erteilen."
    "Im Ernst?" hakte Anselm nach.
    "Ja! Und wer weiß was noch alles kommt. Vielleicht geben sie eines Tages verrückten Alchemieprofessoren das Generalspatent!"
    Vargus leerte seinen Krug und blickte Nusala an. "Weißt Du, Sumpfi, so langsam gewinnt Dein Fass an Attraktivität."
    Er wollte lächeln, doch Nusalas Blick blieb kühl. Schweigen breitete sich aus und die Stimmung sank ins Bodenlose.
    "Öhmmm... die Krüge sind leer." verkündete Anselm und erhob sich.
    "Ich hatte dich gewarnt..." raunte er Vargus noch zu, bevor er frisches Bier zapfen ging.
    Auch Nusala stand auf und verlies ohne Vargus noch eines Blickes zu würdigen, wortlos die Taverne.
    Vargus schob missmutig seinen leeren Malzbierkrug über den Tisch.
    "Was für eine elendige Hitze!"

  7. #37
    Neuankömmling
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    Bernsteingarten
    SOMMER SONNE SONNENSCHEIN
    Sommer ist´s, die Siedler brüllen,
    heute ist es Zeit zum Grillen,
    VARGUS geht schon mal zum Proviantlager
    Der General killt den Hasen.
    Ist das Tier dann erst mal nackig,
    geht es auf in den Garten Schwarzes Schloss mit dem Grillen zack-zackig -
    weil es sich ja nicht mehr wehrt.
    es wird in nu Stück für Stück verzehrt

    Dazu gibt´s leckere Salate,
    mit Nudeln, Eiern und Tomate.
    Würstchen, Steaks und Frikadelle,
    frisch- nicht aus dem Proviantlager
    Die Generäle hauen rein wie doll
    und saufen sich die Hucke voll.
    Denn Bierchen gibt es reich vom Fass,
    sonst macht das Ganze keinen Spaß..

    Für die Kinder gibt es Wurst,
    und reichlich Wasser für den Durst.
    Die Arbeit in den Schmieden
    wird heut bewusst gemieden.
    Nusala kriegt ein Hasenbeinchen,
    trinkt dazu ein lecker Weinchen
    denn hat Nusala was zu knabbern
    hört endlich auf zu sabbern.
    Der Hund hat sich ans Wasser verkrochen
    und kümmert sich beim Sonnenschein um
    den Hasenknochen-

    Die Siedler essen Erdbeertorte,
    und reden furchtbar viele Worte,
    zeigen ihre schönen Kleider,
    die ihnen nicht mehr passen - leider!
    Generäle singen sich die Kehlen heiser,
    mache täten´s besser leiser -

    Anselm liegt schon auf dem Rasen -
    es war wohl doch ein Wein zu viel,
    träumt noch von dem leck´ren Hasen,
    und vom nächsten Sommergrill
    ...die Siedler stöhnen, die Generäle motzen,
    weil er ihr in das Wasser kotzt.
    vielleicht hat ja sein kleiner Magen
    das Eis am Stiel nicht mehr vertragen...

    Alle Mägen sind gefüllt,
    die Siedler haben ausgebrüllt-
    Der Grill ist leer, die Gäste voll -
    die Sonne geht schon unter
    „ auf Wiederseh´n, es war so toll -
    bleibt nur gesund und munter !“
    und laut es auf der Insel schallt -
    „Das nächste Grillfest kommt schon bald.“
    So steht BB unter Dauerstress.
    Es jedem Recht zu machen
    gelingt ihnen nie – doch bitt´ ich euch:
    „Lass´ oft die Sonne lachen!“
    Geändert von jotuma (08.09.18 um 00:09 Uhr)

  8. #38
    Forenmoderator Avatar von MOD_Tamaree
    Registriert seit
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    Mittsommerstadt
    Danke!

    Ganz herzlichen Dank euch allen für eure zahlreichen und schönen Geschichten oder Gedichte. Wir freuen uns, dass sich trotz Urlaubs- und Ferienzeit so viele daran teilgenommen haben. Eure große Resonanz hat uns echt überwältigt.

    Wir werden uns eure dichterischen Kunstwerke genau durchlesen und schauen, ob ihr auch wirklich alle Punkte der Aufgabenstellung erfüllt habt.
    Dann stehen wir vor der "schweren" Aufgabe zu entscheiden, welche eurer Einsendungen denn nun die Schönsten, Originellsten und Lustigsten sind. Wir werden das im Team entscheiden und euch dann so schnell wie möglich die 3 von uns ausgewählten vorstellen und sie euch zur Abstimmung geben. Eure Abstimmung entscheidet dann, wer der Sieger unseres kleinen Events sein wird und den Titel "Meister der Sommerpoesie" verliehen bekommt.

    Die Gewinner von Platz 4 - 14 werden wir euch dann ebenfalls mitteilen.

    Ich hoffe unser kleines Event hat euch Spaß gemacht. Eure Meinung dazu könnt ihr auch weiterhin gern im [Feedback] Sommergeschichten (hier bitte keine Geschichten oder Gedichte!!!) hinterlassen. Wir freuen uns über jedes Feedback von euch.

    Nun denn… schauen wir mal wer "Meister der Sommerpoesie" wird!

    Das Team wünscht euch ein schönes und siedlerintensives Wochenende.

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