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Thema: Heute können wir unsere DSO-Welten nicht betreten- wir sind also nur in der richtigen Welt!

  1. #1
    Architekt des Wuselimperiums
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    Heute können wir unsere DSO-Welten nicht betreten- wir sind also nur in der richtigen Welt!

    So soll die richtige Welt, das sichtbare Universum, aussehen: Ca. 92-93 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser- vermutlich ist es noch deutlich größer als wir Menschen es heutzutage beobachten können (vor allem mit dem Hubble-Teleskop).

    http://irsa.ipac.caltech.edu/data/Pl..._R2.00_INT.png

    Fakt ist: Mit dieser Welt seid ihr momentan konfrontiert. Viele können es gar nicht abwarten ihre DSO-Welt wieder betreten zu können.

    Falls die folgende Frage auftaucht: warum ist das Universum 13,7 Mrd Jahre alt, aber wir können in jede Richtung ca. 46 Lichtjahre schauen (beobachten)? Hier eine einfach formulierte Erklärung dazu:

    Wenn die Astronomen vom beobachtbaren Universum sprechen, dann meinen sie den Raum innerhalb des sogenannten Beobachtungshorizonts. Seine Entfernung ist nicht, wie es naheliegend erscheint, durch das Alter des Universums (ca. 13,7 Milliarden Jahre) multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit gegeben, sie beträgt also nicht 13,7 Milliarden Lichtjahre. Der Grund dafür ist, dass sich das Universum seit dem Urknall weiter ausgedehnt hat, während sich das Licht vom Beobachtungshorizont durch den Raum in Richtung Erde bewegt. Die vom Licht zurück zu legenden Strecken wurden also länger. Daher ist der Beobachtungshorizont heute weiter entfernt, im Rahmen des Urknall-Standardmodells errechneten die Himmelsforscher seine Distanz mit ca. 46 bis 47 Milliarden Lichtjahre. Der Durchmesser des Universums beträgt entsprechend etwa 93 Milliarden Lichtjahre. Wie groß es tatsächlich ist, entzieht sich der Beobachtung, da wir auch mit den stärksten Teleskopen nicht über den Beobachtungshorizont hinaus blicken können.
    Angehängte Grafiken
    Geändert von neuerneuer (12.08.18 um 08:46 Uhr)

  2. #2
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    was ich grade für mich so ausrechnete: Falls die obere Karte des Universums 93000 km Durchmesser hätte (mehr als 7 mal so groß wie der Erddurchmesser), dann wäre die darin eingezeichnete Milchstraße eine Art Frisbee- Scheibe mit 100 Meter Durchmesser. Die Spiralarme hätten dann zwischen 2 und 3 Meter Höhe. Der Bulge (mittlerer Bereich der Milchstraße mit schwarzem Loch) wäre bis zu 16 Meter hoch.

    aus einem Fachartikel der Astronomie kopiert:

    Wir verkleinern ein Lichtjahr (fast genau 300 000 km/sekunde= ca. 9,5 Billionen km) auf einen Millimeter. Das Sonnensystem mit der Oortschen Wolke als Grenze schrumpfte dann auf einen Radius von 1,6 mm, so dass sich die Astronomische Einheit auf 16 Nanometer (Millionstel Millimeter) und die Sonne auf 0,15 Nanometer, etwa der Größe von Natrium-Atomen, verkleinern würde. Voyager 2 hätte seit 1977 zwei tausendstel Millimeter zurück gelegt. Die meisten mit bloßem Auge sichtbaren Sterne fände man in einer 2 m durchmessenden Kugel um die Sonne vor, die das Milchstraßenzentrum in 27 m Entfernung umkreiste. Die Milchstraße schrumpfte mit 100 m Durchmesser auf die Größe von 2 Fußballfeldern die nebeneinander liegen, und wäre im ellipsoiden Zentrum etwa 16 m dick, in den Spiralarmen 3 m. In diesem Maßstab wäre der mittlere Sternabstand in der Sonnenumgebung rund 4 mm.


    Das hieße im Klartext: Wenn die Milchstraße eine Scheibe mit 100 Metern Durchmessern wäre, dann hätte das sichtbare Universum 93000 km und die von Astronomen vermutete Oortsche Wolke 1,6 mm Durchmesser sagt der astronomische Fachartikel.

    Schlage ich da nochmals 30 Prozent Größe drauf, dann komme ich zu folgendem Ergebnis:

    Das sichtbare Universum wäre 120000 km im Durchmesser, also fast 10 Mal so groß wie der Durchmesser unsere Mutter Erde. Die Milchstraße wäre im Vergleich eine große Tischplatte mit ca. 140 Metern Durchmesser. Innerhalb dieser Tischplatte hätte die vermutete Oortsche Wolke einen Radius von 2,18 mm und die Sonne einen Durchmesser von knapp unter 2 Nanometern, wobei ein Nanometer wie folgt vorstellbar ist: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von rund 80000 Nanometern. Die Sonne ist dann nochmal 109 Mal so groß wie unsere Erdkugel.
    Geändert von neuerneuer (30.05.17 um 21:59 Uhr)

  3. #3
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    Größenverhältnisse fernab von DSO-Welt 3 - stark vereinfachtes Modell unseres Universums

    a) Verkleinert man das sichtbare Universum mit einem kaum vorstellbaren Zoom so weit, dass es nur noch so groß wie unsere Erde wäre, dann hätte die Milchstraße in diesem Modell etwa die Form von einem riesigen Spiegelei mit ca. 14 Metern Durchmesser. An seinem Rand wäre das Spiegelei in einer riesigen Bratpfanne ca. 20-30 cm hoch. Das Eigelb in der Mitte vom Ei wäre kugelförmig leicht erhöht und in der Spitze bis zu ca. 160 cm hoch. Ein guter Vergleich wäre auch eine frei in der Luft schwebende Pizza mit den Spiegeleimaßen. In der Mitte, dem Zentrum der Milchstraße, wäre die Pizza nach oben und unten mit einem ca. 70 cm hohen Häufchen Ananas belegt.

    Die Sonne könnte man in diesem Modell auch mit einer handelsüblichen Lupe im beschriebenen Spiegelei/der Pizza nicht erkennen.

    b) Um die Sonne in unserem Modell sehen zu können zoome ich das beschriebene Spiegelei/die schwebende Pizza mit 14 Metern Durchmesser mit dem Faktor von ca. 1 Million. Nun ist das Spiegelei/die Pizza (die Milchstraße) in etwa so groß wie der Äquatorumfang unserer Erde (12.742 Kilometer) geworden. Dann schneide ich genau am Erdäquator eine ca. 300 Kilometer dicke Scheibe mitten aus der modellierten "Pizza von der Größe der Erde" heraus, um so auch die Richtige Höhe der Pizza (unserem Milchstraßen-Modell) zu erhalten. Wenn ich versuche mir das vorzustellen, dann hilft mir dabei ein normaler Globus auf meinem Schreibtisch sehr. In dem so entstandenen Piazza-Modell der Milchstraße wäre die Sonne im Verhältnis ca. 1,5 cm groß, also in etwa so groß wie eine Murmel die Kinder zum Spielen verwenden.

    Das gesamte sichtbare Universum hätte in diesem Größenverhältnis immer noch eine um ca. 1 Million mal größere Ausdehnung wie die Milchstraßen - Pizza. In diesem Beispiel wäre es also ca. 1 Mio mal größer wie der Erddurchmesser von 12754 km und somit eine Ausdehnung wie ca. die Umlaufbahn des Pluto, welcher zwischen 4 und 7 Milliarden km von der Sonne entfernt ist.

    Die Erde wäre in diesem Modell immerhin bereits 0,15 Millimeter groß, das wäre eine ca. 2 -3 fache Haaresbreite von mitteleuropäischen Menschen. Da ich mir die Erde in dieser Größe noch nicht vorstellen kann zoome ich bei Punkt c) weiter.

    c) Ich zoome das Milchstraßen Pizzamodell von b) nochmals um den Faktor 10. Nun wächst die Sonne von der Größe einer Murmel auf ca. die Größe einer Orange oder eines kleinen Kinderfußballs. In dieses Modell kann ich nun die Erde im Größenverhältnis als Reiskorn oder als Wassertropfen darstellen. Falls ich mein Pizza-Modell der Milchstraße nun in diesem Größenverhältnis aufrecht auf dem Erdboden aufstelle wie eine Münze auf einer Tischplatte, dann würde sie mehr als 120 000 Kilometer (das ist ca. ein drittel auf dem Weg zum Mond) in den Himmel ragen und wäre ca. 3000 Kilometer breit. Das gesamte sichtbare Universum hätte nun eine Ausdehnung von ca. 4 Lichttagen. Man könnte die Raumsonde Voyager von ihrer Entfernung her ca. 2 Mal in diesem Modell vom sichtbaren Universum unterbringen. Als Wassertropfen oder Reiskorn kann ich mir die Erde aber nun im Verhältnis zur Milchstraße eher vorstellen.

    Das beschriebene erschlägt mich fast, also zusammengefasst nochmals das Resultat:

    1) wäre die Erde ist so groß wie ein Reiskorn/Wassertropfen, dann wäre
    2) die Sonne wäre dann ca. so groß wie eine größere Orange oder ein Kinderfußball, und
    3) die Milchstraße wäre ca. 120 000 km hoch und fast 3000 km breit (in der Mitte bis zu 16. 000 km), beschrieben wie die Pizza/Münze/Ei
    4) das sichtbare Universum hätte im Maßstab die Ausdehnung von ca. 4 Lichttagen also 103 608 273 484 km, was hier umgerechnet wurde. https://www.setuptranslator.com/einh...typ=entfernung . Die Ausdehnung kann man sich vorstellen wie die ca. 3 fache Ausdehnung des Kuipergürtels, siehe Grafik 5 im Anhang.

    Nun von den großen zu den kleinen Strukturen des Universums

    Nimmt man nun den Wassertropfen/das Reiskorn welches die Erde im bisherigen Modell darstellte in seiner tatsächlichen Größe an, dann kann man auch kleinere Strukturen im Universum modellieren.

    d) Der Wassertropfen besteht aus ca. 1 Trillion (1 000 000 000 000 000 000) Molekülen H2O, und somit aus ca. 3 Trilionen einzelnen Atomen. Man kann sich das laut www.wasser.de wie folgt veranschaulichen: Das Wassermolekül ist so klein, dass wenn man ein Schnapsglas mit Wasser über Europa ausschütten würde, und jedes Molekül so groß wie ein Sandkorn wäre, ganz Europa mit einer 2 Meter hohen Sandschicht bedeckt wäre.

    e) Würde man nun eines der winzigen Atome von seiner tatsächlichen Größe (näheres zur Größe steht weiter unten bei Kurzerklärungen) auf die Größe der Münchner Allianz-Arena zoomen, dann modelliert in diesem Modell ein Reiskorn im Anstosskreis des Stadions den eher winzigen Atomkern des Atoms. Das Elektron vom Wasserstoffatom hat in diesem Modell etwa die Größe eines Staubkorns und würde wild ohne fest zuordenbare Position oder Flugbahn im riesigen Stadion umherschwirren. Wissenschaftler können somit nicht genau bestimmen, wo die Außengrenze des besagten Atomes festgelegt werden könnte, dazu ist das Elektron (Staubkorn) unseres Modells viel zu wild unterwegs.

    f) Im Atomkern (in dem Modell das Reiskorn auf dem Anstosspunkt des Stadions) befinden sich im Falle eines Wasserstoffatoms Bausteine in Form von jeweils einem Proton und bei Wasserstoffatomen ausnahmsweise keinem Neutron. Könnte man die besagten Bausteine öffnen, so würde man darin jeweils 3 Quarks (möglich sind up und down-quarks) sowie Gluonen vorfinden, welche als eine Art Binde/Klebemittel die Quarks miteinander verbindet.

    g) für die Wissenschaftler sind noch viele Fragen ungeklärt. Manch einer hält es für möglich, dass Quarks aus mehreren Strings (ähnlich winzigster Fäden) bestehen könnten (String-Theorie). Feldtheorien sowie Quanten - theorien sind weitere Begriffe die sich mit Quarks und noch kleineren Strukturen auseinandersetzen. Um tiefer nachzulesen sind passende Schlagworte für eine Google-suche zb: "Fermionen" "Bosonen" "Leptonen" "Higgs" "Myon" "Vektorraum".


    Kurzerklärungen und Hintergrundinformationen:

    zu a):

    In diesem Modell wäre die Sonne nur 15 Nanometer groß (0.0000015 Zentimeter). Das können wir uns noch nicht vorstellen. Selbst ein Haar hat laut Wikipedia eine Breite von 20 000 bis 180 000 Nanometern (mitteleuopäisches Haar hat laut Wikipedia in der Regel zwischen 0,05 und 0,07 Millimeter).

    Zur visuellen Anschauung eines 14 Meter Spiegeleies habe ich in Anhang 2 ein Bild von einem Milchstraßenmodell hochgeladen. Ein Hobbyastronom hat auf seiner Wiese die Milchstraße mit 24 Metern Durchmesser mittels Steinen stark vereinfacht modelliert. So kann ich mir das am Besten vorstellen. Auf dem Bild ist die weiße Kugel auf der linken Seite die ungefähre Position der Sonne in der Milchstraße. Die letzte Abzweigung vor dem Erdkugelmodell kommt vom Sagrittarius A- Arm der Milchstraßenspirale. Sie führt in den Orion-Arm, in dessen Umfeld sich die Sonne befindet. An der besagten Einmündung die ca. 7000 Lichtjahre entfernt ist befindet sich ziemlich genau der Adlernebel. Der Adlernebel wurde mit einem Bild namens "Säulen der Schöpfung" weltbekannt. Der Link führt zu einem Artikel im Magazin Focus http://www.focus.de/wissen/weltraum/...d_4401288.html und bei wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Adlernebel. In solchen Nebeln werden neue Sterne geboren. Die Säulen auf dem Bild können sich jeweils bis zu 9 Lichtjahre ausdehnen, das ist ca. die Strecke zum Nachbarstern Proxima Centauri und wieder zurück. Es handelt sich hierbei um Gas und Staub, und am Ende ihres Daseins werden sie dann ebenfalls wieder zu Gas und Staub. Das gleiche Schicksal blüht übrigens auch unserer Erde.

    Teleskope wie Hubble empfangen wegen der rasanten Ausdehnung des Universums Licht aus einem Bereich von ca. 92 Milliarden Lichtjahren im Radius von 46 Mrd. Lichtjahren um die Sonne, obwohl das Universum erst ca. 13,8 Milliarden Jahre alt ist.

    2018 geht nach den Plänen der NASA das JWST, benannt nach dem Wissenschaftler James Webb, als Space-Teleskop ins All. Es ist zwar etwas anders aufgebaut und funktioniert nicht in den genau gleichen Wellenlängenbereichen wie Hubble sondern im Infrarotbereich, aber der Spiegel des JWST ist ca. 3 mal so groß und das JWST soll die Leistungen von Hubble laut Wikipedia um den Faktor 100 übertreffen.

    Außerdem wird das JW Space-Teleskop an einem Punkt namens Lagrange 2 (L2) im All positioniert, wo

    1) die Schwerkräfte von Sonne und Erde sich gegenseitig aufheben,
    2) somit das Teleskop leichter zu positionieren /steuern ist,
    3) die "Lichtverschmutzung" vom Sonnenlicht geringer ist, und
    4) es sozusagen im "Schatten" der Sonne liegt, (weil die Erde an dem Punkt L2 die Sonne verdunkelt - ähnlich wie eine Mondfinsternis).

    Der besagte Punkt an dem das JWST positioniert werden soll befindet sich in der gedachten Verlängerung der Strecke Sonne-Erde in 1,5 Mio km Entfernung der Erde. Wissenschaftler nennen diesen Punkt L2 (Lagrange-Punkt 2). Es gibt insgesamt 5 Lagrange - Punkte, welche zu den beiden Materien Sonne und Erde gehören (siehe angehängte Grafik 1). Andere Planeten haben zueinander auch andere Lagrange-Punkte.

    Auch bei den stationären Bodenteleskopen wird sich was tun, sie bauen das E-ELT in Chiles Atacamawüste. http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...a-1149488.html

    zu c):

    Die besagte "Orangen-Sonne" aus unserem Modell umkreist die irdische Äquatorscheibe (also die Milchstraße) mit einer Geschwindigkeit von ca. 220- 260 km/Sekunde (das ist nahezu 0,1 Prozent der Lichtgeschwindigkeit) in einem Zyklus von ca. 220 -240 Mio Jahren (=1 galaktisches Jahr).

    Wir schreiben im galaktischen Kalender derzeit das Jahr 20 nach Entstehung Sonne, denn die Sonne ist auf ihrer 20 sten Runde um die Milchstraße. Die Sonne "eiert", das Fachwort hierzu lautet "oszilliert", auf ihrem Weg um die Milchstraße etwas. Hierzu aus Wikipedia kopiert:

    Die Sonne umkreist das Zentrum des Milchstraßensystems in einem Abstand von 25.000 bis 28.000 Lichtjahren (≈ 250 Em oder 7,94 ± 0,42 kpc)[21] und befindet sich nördlich der Mittelebene der galaktischen Scheibe innerhalb des Orion-Arms, in einem weitgehend staubfreien Raumgebiet, das als „Lokale Blase“ bekannt ist. Für einen Umlauf um das Zentrum der Galaxis, ein so genanntes galaktisches Jahr, benötigt sie 220 bis 240 Millionen Jahre, was einer Bahngeschwindigkeit von etwa 220 km/s entspricht. Die Erforschung dieser Rotation ist mittels der Eigenbewegung und der Radialgeschwindigkeit vieler Sterne möglich; aus ihnen wurden um 1930 die Oortschen Rotationsformeln abgeleitet. Heutzutage kann auch die durch die Umlaufbewegung des Sonnensystems bedingte scheinbare Bewegung des Milchstraßenzentrums gegenüber Hintergrundquellen direkt beobachtet werden, so dass die Umlaufgeschwindigkeit des Sonnensystems unmittelbar messbar ist.[22] Neuere Messungen haben eine Umlaufgeschwindigkeit von ca. 267 km/s (961.200 km/h) ergeben.[23]
    Das Sonnensystem umläuft das galaktische Zentrum nicht auf einer ungestörten ebenen Keplerbahn. Die in der Scheibe des Milchstraßensystems verteilte Masse übt eine starke Störung aus, so dass die Sonne zusätzlich zu ihrer Umlaufbahn um das Zentrum auch regelmäßig durch die Scheibe auf und ab oszilliert. Die Scheibe durchquert sie dabei etwa alle 30 bis 45 Millionen Jahre einmal.[24] Vor ca. 1,5 Millionen Jahren hat sie die Scheibe in nördlicher Richtung passiert und befindet sich jetzt etwa 65 Lichtjahre (ca. 20 pc)[25] über ihr. Die größte Entfernung wird etwa 250 Lichtjahre (80 pc) betragen, dann kehrt sich die oszillierende Bewegung wieder um.[24]
    Größere datierbare Krater auf der Erde sowie erdgeschichtliche Massenaussterben scheinen eine Periodizität von 34 bis 37 Millionen Jahren aufzuweisen, was auffällig mit der Periodizität der Scheibenpassagen übereinstimmt. Möglicherweise stören während einer Scheibendurchquerung die in Scheibennähe stärker werdenden Gravitationsfelder die Oortsche Wolke des Sonnensystems, so dass eine größere Anzahl von Kometen ins innere Sonnensystem gelangt und die Anzahl schwerer Impakte auf der Erde zunimmt. Die betreffenden Perioden sind jedoch bisher nicht genau genug bekannt, um definitiv einen Zusammenhang festzustellen;[24] neuere Ergebnisse (Scheibendurchgang alle 42 ± 2 Millionen Jahre) sprechen eher dagegen.[26] Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Astronomie hat gezeigt, dass es sich bei der scheinbaren Periodizität der Einschläge um statistische Artefakte handelt und es keinen solchen Zusammenhang gibt.[27
    ]

    zu d):

    Der erwähnte Wassertropfen besteht aus Wassermolekülen in Form von H2O. Für den Wassertropfen kann man eine Anzahl von mehr als 1 Trillion solcher Moleküle veranschlagen (je nach Raumtemperatur und Aggregatzustand weicht der Wert hiervon teilweise deutlich ab). Mit einer Trillion Moleküle ist man jedoch eher am unteren Ende der Skala (gezählt hat diese Moleküle freilich noch kein Mensch). Ein einzelne Wassermolekül hat einen Durchmesser von nur ca. 0,0000028 Millimeter oder 0,28 nm. Für die dichtere Masse des oben erwähnten Sandkorns müssen wir deutlich mehr als eine Trillion Moleküle ansetzen.

    e)

    Atome haben wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge keine genau bestimmbare Größe. Die meisten wissenschaftliche Erklärungen besagen Werte zwischen 0,1 Nanometern (=1 Angstöm) und bis zu 10 Nanometern. Es gibt laut dem Periodensystem deutlich mehr als 100 verschiedene Atome verschiedener Größen. Der Atomkern des einfachsten Atoms - des Wasserstoffatoms - besteht nur aus einem Proton. In der Atomhülle des Wasserstoffatoms hält sich nur ein Elektron auf. Könnten wir dieses Atom 1000 billionenfach vergrößern, dann hätte der Atomkern - das Proton - einen Durchmesser von etwa 1,7 Meter. In etwa 50 Kilometer Entfernung würde dann ein einzelnes höchstens 0,1 Millimeter großes Elektron den Atomkern "umschwirren". Eine feste Bahn oder eine feste Position haben Elektronen nicht, siehe Link http://www.kernfragen.de/das-atom und http://www.frustfrei-lernen.de/chemi...ser-video.html

    zu f)

    Insgesamt gibt es zwar 6 verschiedene Quarks - Elementarteilchen in der Teilchenphysik, allerdings sind nur die up und down Quarks dauerhaft vorhanden und bilden dauerhaft Materie. Die anderen 4 Quarks - Sorten existieren jeweils nicht langfristig, bezw. nicht dauerhaft für den Menschen wahrnehmbar. Im Genfer LHC (einer ca. 27 Kilometer langen kreisrunden Tunnelröhre) können Wissenschaftler die 4 besagten Quarks jedoch nachweisen, indem sie Protonen mit mehr als 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit miteinander kollidieren lassen.
    Angehängte Grafiken
    Geändert von neuerneuer (25.07.17 um 00:15 Uhr)

  4. #4
    Architekt des Wuselimperiums Avatar von AyrtonSvenna
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    WOW! sehr interessant, besser als bei Lesch´s Kosmos Danke!
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  5. #5
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    Planetenwanderwege und ähnliche Links:

    http://www.sternwarte-kraichtal.de/i...axienwiese.jpg

    http://www.sternwarte-kraichtal.de/

    http://www.mpifr-bonn.mpg.de/effelsb...er/planetenweg

    https://sternwarte.org/apps/sonnensystem/ - Entfernungsrechner für Modelle

    http://scienceblogs.de/astrodicticum...versums/?all=1 von Florian Freistetter, einem Fachmann dargestellte Größe des Universums.

    https://www.heise.de/newsticker/meld...n-3322391.html Die Raumsonde Gaja kartiert derzeit die Sterne genauer wie nie zuvor

    Leschs: Makrokosmos= https://www.youtube.com/watch?v=3fz7gcQvZMk Mikrokosmos = https://www.youtube.com/watch?v=X0wyLnn_iHE

    http://www.astronomia.de/index.htm? Messier Kathttp://www.astronomia.de/bildef.htm Messier Katalog

    http://www.astronomie-tagebuch.de/messier.php Messier Katalog 2

    Bestandteile des Universums https://vignette1.wikia.nocookie.net...path-prefix=de


    Die Zelle - Scobel - Alles Leben besteht aus Zellen - Teil 1 von 3 https://www.youtube.com/watch?v=_uj51Gpm29o

    Schalenmodell Atome https://www.youtube.com/watch?v=6OfmF-3D51I

    Stromreport Deutschland zum Download- Stand Jahresmitte 2017 https://1-stromvergleich.com/downloa...tschland-2017/
    Am 30. April lieferten Erneuerbare Energien im Mittel fast 65% des Stroms in Deutschland. In der Spitze [13-15 Uhr] stieg der Erneuerbaren-Anteil sogar auf 85%. Dafür waren so wenig Kohlekraftwerke am Netz wie noch nie. Braun- und Steinkohle arbeiteten nur noch mit einer Leistung von 8 Gigawatt, was 16% ihrer Maximalleistung [50 GW] entspricht.
    Geändert von neuerneuer (30.07.17 um 13:16 Uhr)

  6. #6
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    http://www.3sat.de/page/?source=/nan...391/index.html - 3 sat reportage zum Polsprung der Erde - stand 2016

    Stromreport Deutschland- Stand Jahresmitte 2017 download <a href="https://1-stromvergleich.com/strom-report-stromerzeugung-deutschland-2017">Infografik "Stromerzeugung in Deutschland im 1. Halbjahr 2017": Strom-Report</a

    Ich überlege mir ob ich noch ein paar Infos in der Art wie oben hier zusammentragen könnte und notiere ein paar Stichworte: Urknall -Planck -Raumfahrt - Supernova - Hypernova - Pulsar - Quasar - Laniakea - Pangaea -
    Geändert von neuerneuer (22.10.17 um 04:05 Uhr)

  7. #7
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    Heute abend versucht sich der Lesch im ZDF zur guten Sendezeit. Eine Stelle ist dabei, das hab ich so auch noch nie gehört. Die Erde eiert um die Sonne erklärt er ab 35:00 Minuten https://www.zdf.de/dokumentation/ter...-zeit-100.html


    Lesch zu Zusammenhängen zwischen Physik-Chemie-Biologie und Lebewesen https://www.zdf.de/wissen/frag-den-l...aften-102.html Der Mann ist der Hammer, obwohl natürlich kein Mensch der Weisheit letzen Schluss hat :-)
    Geändert von neuerneuer (01.10.17 um 07:44 Uhr)

  8. #8
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    Artikel: wie schnell reist die Erde durchs Weltall? https://krony.de/wie-schnell-bewegen...universum.html
    Unser Blauer Planet rotiert gen Osten – und dies mit einer Geschwindigkeit, welche sich am Äquator auf 1.674,3639 km/h beziffert (sie nimmt allerdings Richtung Pole aufgrund des dort abnehmenden Erdumfangs signifikant ab) [siehe]. Der Planet Erde selbst wiederum steht auch nicht still im All, sondern bewegt sich relativ zu unserem Heimatstern „Sonne“ mit einer rechtsläufigen Bahngeschwindigkeit von durchschnittlich 107.229 km/h um Selbigen [siehe]. Und schließlich umrundet auch das gesamte dem Stern „Sonne“ zugehörige Sternensystem „Sonnensystem“ das galaktische Zentrum unserer heimeligen Galaxie „Milchstraße“; es wendet hierbei für eine einzige Umrundung die Zeit eines ganzen galaktischen Jahres auf – umgerechnet rund 210.000.000 Erdenjahre. Und vollzieht die Bewegung mitnichten gemächlich, sondern mit einer stolzen Umlaufgeschwindigkeit von 961.200 km/h [siehe].

    Unsere Galaxie „Milchstraße“ als Ganzes rast unterdessen relativ zur nächstgrößeren Galaxiehaufenstruktur „Lokale Gruppe“ mit weiteren 136.800 km/h durch deren astronomisch anmutende Weiten.

    Und auch der Galaxiehaufen „Lokale Gruppe“ gönnt sich, welch Überraschung, keine Pause – und hastet mit neuerlichen 2.268.000 km/h durch die Gefilde des Supergalaxiehaufens „Virgo-Superhaufen“ [siehe], welcher gleichzeitig ein sich in Bewegung befindlicher Teil des Filaments „Große Attraktor“ ist; einer der massereichsten bekannten Strukturen im Universum mit einer geschätzten Masse von 10.000.000.000.000.000 [10 Billiarden] Sonnen [siehe].

    Relativ zur kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung betrachtet – einem isotropen Strahlungsrelikt, welches 380.000 Jahre nach dem Urknall entstand – und ungeachtet der diversen gerade genannten anderen Eigengeschwindigkeiten bewegen sich alle genannten Objekte zusammen – und damit auch wir – mit zusätzlichen 1.987.000 km/h durch das Universum per se [siehe]. (Zwar erreicht uns die Hintergrundstrahlung aus allen Richtungen; jedoch kann ihre relative Geschwindigkeit anhand der Dopplerverschiebung ihrer Frequenz berechnet werden – Sheldon wird’s freuen [siehe]). Wir haben ordentlich Fahrt drauf.

    So. Lassen sich all diese Zahlen nun einfach summiert und dadurch eine Gesamtgeschwindigkeit des unsrigen Standpunkts ermittelt werden? Nö. Denn zum einen bewegt sich nicht ausschließlich Materie durch Raum, sondern der Raum an sich – also das Universum – verändert selbst unentwegt seine Maße; es expandiert relativ zu uns gesehen gleichzeitig in alle Richtungen. Nicht konstant, sondern mit zunehmender Entfernung von unserem Beobachtungspunkt aus gesehen schneller. Die Geschwindigkeit hierfür kann mit der Hubblekonstante berechnet werden: 70 km/s/Mcp (70 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec, wobei ein Megaparsec einer Länge von 30.860.000.000.000.000.000 [30,86 Trillionen] Kilometern entspricht). Sprich: Ein Objekt, beispielsweise eine Galaxie in der Entfernung eines Megaparsecs, entfernt sich von uns aufgrund der stetigen Ausdehnung mit einer Geschwindigkeit von 70 km/s oder 252.000 km/h, eine Galaxie in 2 Megaparsecs Entfernung hingegen schon mit 140 km/s oder 504.000 km/h. In circa 2.000.000.000.000 [2 Billionen] Jahren werden wir daher außerhalb der Lokalen Gruppe keine Sterne und Galaxien mehr sehen können, da sich deren ausgesandte Infrarot- und Gammawellen dann langsamer ausbreiten, als sich das Universum vergrößert [siehe]. Nichtsdestotrotz können einzelne Objekte aufgrund einer höheren Eigengeschwindigkeit in unserer Richtung wandern, wie etwa die Andromedagalaxie, welche mit 1.080.000 km/h in unsere Richtung rast und in 4.000.000.000 – 10.000.000.000 [4 – 10 Milliarden] Jahren mit unserer Milchstraße zu einer neuen Galaxie verschmelzen wird [siehe & siehe auch]. Relativität, soweit das Teleskop reicht.

    Zum anderen heben sich die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der astronomischen Formationen mitunter gegenseitig auf. Wandert beispielsweise unser Sternensystem innerhalb der Milchstraße mit der Geschwindigkeit Q in Richtung A, die Milchstraße als Ganzes an sich jedoch mit derselben Geschwindigkeit Q in die entgegengesetzte Richtung B, so pilgern wir unter dem Strich – von außen betrachtet – mit einer Gesamtgeschwindigkeit von Null.

    Zusammengefasst drehen wir uns ergo flink um uns selbst, ziehen um die Sonne, zugleich um das Zentrum der Galaxie, bewegen uns hierbei jedoch auch gleichzeitig aufgrund diverser Gravitationskräfte näher ans Zentrum heran und wieder weg sowie rauf und runter, wandern als Teil der Milchstraße durch den Galaxiehaufen der Lokale Gruppe in Richtung C, welche sich im Virgin-Supergalaxiehaufen in Richtung D bewegt, derweil sich der Raum an sich um uns herum unentwegt dehnt und in alle Richtungen von uns weg vergrößert. Die Festlegung einer endgültigen Geschwindigkeit ist aufgrund der vielen Gegensätze und Relativitäten daher nicht möglich; wir können ausschließlich die einzelnen Geschwindigkeiten gesondert betrachten und ernüchtert feststellen, dass wir – kurz und bündig – außerordentlich schnell unterwegs sind ?
    Geändert von neuerneuer (07.07.18 um 18:48 Uhr)

  9. #9
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    Bernsteingarten
    Glaube versetzt Berge – Religionen beeinflussen den menschlichen Werdegang stark

    Vorwort: Der religiöse Glaube ist für den Tod von vielen Millionen verantwortlich, prägte den Werdegang der Menschheit stark, und ist Grundlage für unsägliches Elend in vielen Teilen der der heutigen Welt. Auch weltanschauliche Menschen können das Thema Religion wegen seiner Durchschlagskraft nicht vollständig ignorieren, vor allem den religiösen Terror und vergangene Religionskriege Kriege nicht. Vorteilhaft scheint, wenn man von der Grundlage vieler heutiger Probleme einen groben Überblick hat. Dieser Text kann das Thema Religion weder inhaltlich vollständig widerspiegeln, noch erhebt er den Anspruch auf Richtigkeit. Es handelt sich um die medialen Wahrnehmungen und die Meinung des Autors.

    Die Anfänge der Religionen sind vor allem Biblisch geprägt. Viele Informationen sind reiner Mythos und können wissenschaftlich nicht belegt werden. Trotzdem entstanden aus diesem Glauben (Glauben heißt = nicht Wissen), die Ursprünge der Religionen, die bis in unsere heutige Zeit immer wieder Grund für gewaltsame Auseinandersetzungen sind. Genau genommen ist Religion jedoch nur ein unzureichend belegbares Phantasiegebilde gläubiger Menschen (auch scheinheiliger), weil vor allem die vorchristlichen Grundlagen in den allergrößten Teilen in keiner Weise seriös belegbar sind, sondern Mythologie.

    Egal welcher noch so große oder „wichtige“ Wissenschaftler oder „Scharlatan“ angeblich nachweisbare Behauptungen zum Beginn der religiösen Begebenheiten aufstellt: Es handelt sich zum größten Teil um ungesicherte oder nicht nachweisbare Erkenntnisse! Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich oft herausgestellt, dass angeblich gesicherte Erkenntnisse nur so lange Bestand hatten, bis sie gesichert widerlegt wurden (Beispiel: Hitlers Tagebücher oder die mittelalterliche Behauptung "Die Erde ist eine Scheibe").

    Doch nun zum eigentlichen Thema: Jeder Mensch darf an keine (Atheist) oder die von ihm gewählte Religion glauben. Im deutschen Grundgesetz wird die Religionsfreiheit jedem Menschen garantiert!

    Biblischer Mythos: Nach der Erschaffung der Erde, der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies (sehr groben Schätzungen zu Folge ca. 200 000 v.Chr. bis 4000 v.Chr), nach Noah und der großen Sintflut (Schätzungen reichen von 7000 v.Chr bis 2300 v.Chr.), beginnt die Geschichte des Abraham und damit die Geschichte des jüdischen Volkes. Abraham lebte ca. 2000 v.Chr. als frühester Vorfahre und Stammvater Israels. Die genannten Jahreszahlen sind unter Wissenschaftlern immer wieder stark umstritten.

    BEACHTE: Abraham ist der Ausgangspunkt der drei gewichtigen Buchreligionen Islam, Judentum und Christentum. Sie werden als "abrahamitische Religionen" bezeichnet.

    - Adam und Eva können als tatsächlich lebendige menschliche Personen nicht nachgewiesen werden!

    - Noah wurde laut der biblischen Erzählung von Gott erwählt und vor einer großen Flut gewarnt. Er erhielt den Auftrag, eine Arche zu bauen, um damit sich und seine 8-köpfige Familie sowie die Landtiere vor der Sintflut zu retten.

    Tatsächlich gab es im Zeitraum als Noah angeblich lebte einen gigantischen Rückgang von Eismassen auf der Erdoberfläche. Die letzte Kaltzeit endete vor ca. 12 500 bis 10 000 v. Chr. Mit der Eisschmelze verbunden waren großräumige Überflutungen. Hierzu ein Beispiel: Als das Eis in großen Mengen schmolz, hatten sich zunächst riesige Eisseen gebildet. Die ähnelten einem Stausee, der von Eiswänden umrandet wurde. Als auch diese Ränder schmolzen, leerte sich der angestaute See so schlagartig, wie wenn heute an einem riesigen Stausee eine Staumauer brechen würde (visuelles Beispiel wäre eine Art rutschendes Eisbrett, das sich im Gebirge am Stück abgelöst hat). Der Mensch ist beim Bauen von Stauseen bis heute nicht dazu in der Lage, eine ähnliche Menge Wasser zu stauen, wie es damals in der eiszeitlichen Warmperiode entstand. Weitere Theorien für eine Sintflut zu Noahs Lebzeiten werden von Wissenschaftlern in Meteoriteneinschlägen, Vulkanausbrüchen oder Erdbeben gesehen.

    - Abraham soll knapp 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gelebt haben. Personen aus diesen mythischen Epochen sollen teilweise deutlich über 100 Jahre gelebt haben. Abraham stammte angeblich aus dem babylonischen Ur, einer Stadt in einem fruchtbaren Tal im heutigen Irak. Ur wurde von feindlichen Truppen besetzt, weshalb Abrahams Familie floh. Dann sei Gott dem Abraham erschienen und habe ihm befohlen, seine Heimat zu verlassen. Der Weg führte Abraham in das Gelobte Land Kanaan, das Gott ihm verheißen hatte. Dies sollte das Land der Israeliten (später Juden) werden. Mit Kanaan ist im Alten Testament das gesamte Land westlich des Jordan gemeint. Heute umfasst dieses Gebiet sowohl Teile Israels als auch Palästinas. Es ist ein schmales Durchgangsland zwischen dem Mittelmeer im Westen und der syrischen Wüste im Osten. Südlich befand sich damals die Großmacht Ägypten, im Norden Mesopotamien. Historisch und auch heute noch ist das Land immer wieder militärisch von Gläubigen blutig umkämpft.

    Abraham war der Vater von Isaak, welcher einen Sohn namens Jakob hatte, der seit einem Ringkampf mit Gott (am östlichen Ufer des Flusses Jabbok) später Jisrael genannt wurde. Dieser Jakob hatte zwölf Söhne, die als Stammväter der zwölf Stämme Israels (Isreaeliten) gelten. Diese zogen vermutlich ca. 1700 v.Chr. wegen schlechter Ernten von Kanaan (Israel) nach Ägypten, wo ihre Nachfahren vom Pharao (vermutlich Ramses II) versklavt wurden. Aus der Sklaverei (Bauarbeiten), wurden sie nach insgesamt ca. 480 Jahren gerettet. Gott war hierzu dem Moses erschienen, der die Israeliten nach Gottes Anweisung anführte. Auf dem ca. 40 jährigen Weg wurde dem Moses von Gott ca. 1250 v. Chr. am Berg Sinai die schriftliche und mündliche Tora (Weisheit/10 Gebote) offenbart.

    Eine der biblischen Ausführungen zum Stammvater Abraham lautet: Von ihm stammen die Erzväter des Judentums ab. Sein Sohn Isaak zeugt Jakob. Gott erscheint Jakob und kämpft mit ihm einen harten Ringkampf. Doch Jakob gibt nicht auf und Gott gibt ihm anschließend einen neuen Namen: Er nennt ihn Israel, was soviel heißt wie "der, der mit Gott gerungen hat". Jakob zeugt zwölf Söhne, die Begründer der Stämme Israels. Unter ihnen ist Josef, der von seinen Brüdern nach Ägypten als Sklave verkauft wird. Doch Josef macht in Ägypten Karriere und wird zum Berater des Pharaos. Als die Sippen seiner Brüder unter einer Hungersnot leiden, kommen sie zu Josef nach Ägypten. Josef vergibt ihnen und die Israeliten lassen sich in Ägypten nieder. Doch einige Generationen später werden sie von den Ägyptern unterjocht und versklavt. Einer von ihnen, Mose, wird mit Gott den Bund erneuern und die Israeliten schließlich aus Ägypten in die Freiheit führen.

    An dieser Stelle hatte sich sehr gewichtiges getan. Während zu dieser Zeit nahezu alle Hochkulturen (Ägypter/Babylonier/Perser/Griechen- später auch Römer) mehrere Götter verehrten (poly), wurde durch Moses der eine Gott (mono) offenbart. Der heute verbreitete Monotheismus war durch die Israeliten geboren worden. Dieser Glaubenswechsel hatte in der Menschheitsgeschichte einen schweren Stand, (Hinrichtung von jüdischen Predigern wie Jesus/Verfolgung von Christen). Der Monotheismus konnte sich jedoch nachhaltig behaupten und prägte die Geschichte der Menschheit.

    Psychologie: Auch der weltbekannte Psychoanlaytiker Sigmund Freud hat sich diesem Themenbereich gewidmet. Er kam zur These, dass Moses womöglich ägyptischer Abstammung gewesen sein könnte. Eine Hypothese von Freud besagt, dass Mooses unzufrieden mit den ägyptischen Verhältnissen gewesen sein könnte, und mit den Israeliten eine neue Religion gründen wollte. Tatsächlich gibt es in der Wissenschaft auch Thesen die vermuten, dass die Israeliten wegen hoher Fruchtbarkeit von den Ägyptern im eigenen Land als Gefahr angesehen worden sind. Deswegen habe man versucht, sie immer mehr zu unterdrücken und zu versklaven. Dies könne jedoch zu einer noch höherer Fruchtbarkeit geführt haben, sodass die Ägypter immer mehr Angst vor einer Übermacht der Israeliten bekam, die sie verschärft bekämpften (vgl. hierzu die derzeitige Situation der Migration in Europa). So sei es zum Exodus gekommen, der Auswanderung der Israeltiten aus Ägypten unter Führung von Mose.

    Beachte: Nachdem die Israeliten von Moses geführt in den geografischen Bereich Palästina zurückgekehrt waren, wurde dort die Rechtsprechung durch Richter erstmals belegbar (ca. 1200 -1000 v. Chr). Die uns heute bekannte Rechtsprechung wurde geboren. In anderen Religionen wurden ohne Richter "nach Laune des Herrschers" geurteilt.

    In der Geschichte Israels steht David an der Spitze des Königtums. Er war der erste und bedeutendste König über Juda und Israel. 931 v. Chr. zerfiel Israel in ein Nordreich, weiterhin genannt Israel, und ein Südreich, genannt Juda. Beide Reiche hatten eigene Könige.

    722 v. Chr wurde das Nordreich von Israel durch Assyrer erobert. Die siegreichen Assyrer gingen selbst unter, als sie 612 v. Chr. von den Babyloniern besiegt wurden. Das Südreich von Israel (mit Jerusalem) wurde erst 586 v. Chr. von den Babyloniern erobert. Der ganze Stamm der Judäer wurde nach Babylon ins Exil geführt (Siegermächte nehmen nach Eroberungen oft brauchbares mit nach Hause-siehe z.B. 2. WK). Eine andere Auslegung besagt folgendes: Das Nordreich Israel wurde zwischen 722 und 721 v. Chr. von Assyrien erobert. Ein Teil der Einwohner wurde zwangsumgesiedelt und durch deportierte Bewohner anderer Teile des assyrischen Großreichs ersetzt. Im Laufe der Zeit vermischten sich die Einwohner zum Volk der Samaritaner. Die deportierten Bewohner des Nordreiches gelten bis heute als verschollen und werden als "Verlorene Stämme Israels" bezeichnet.

    Zwischenzeitlich wurde 753 v. Chr. Rom gegründet, das sich in alle Himmelsrichtungen schnell und enorm ausbreitete und historisch eine gewichtige Rolle spielte. Hiervon waren auch der südliche Teil Deutschlands sowie die Gebiete linksseitig des Rheins betroffen. Die römische Prägung dieser heute deutschen Gebiete zu Lebzeiten von Jesus spielt bis zur heutigen Zeit eine nicht unwesentliche Rolle bei der Verteilung der Konfessionen (katholisch/evangelisch - siehe Reformation/Martin Luther) in Deutschland. Geografisch ablesbar (Surftipp: Limes) scheint die historische römische Prägung bis heute an den deutschen Wahlergebnissen Spuren zu hinterlassen (katholische CDU/CSU -Hochburgen auf ehemaliger römischer Gemarkung).

    Rechtsseitig des Rheins und im Norden des heutigen Deutschlands herrschten während der Römerzeit verschiedene germanische Stämme, die vom römischen Einfluss auf die Religion noch lange Zeit nahezu unberührt blieben. Die germanischen Stämme glaubten z.B. an Schriftrunen und an das Heldentum. Die Römer schafften es bis zu ihrem Untergang nicht, nachhaltig Gebiete rechtsseitig des Rheins zu erobern. Sie erlitten teilweise herbe militärische Verluste, als sie den Rhein nach Osten kriegerisch überschritten. (Surftipp: Varusschlacht 9. n. Chr).

    Außerdem entwickelten sich die Griechen spätestens in diesem Zeitraum zur Hochkultur, welche später von den Römern erobert wurde. Homers Schriftwerk „Ilias“ entstand ca. um 700 v.Chr (nicht gesicherte Erkenntnis). Sie ist als authentischer Bericht der Geschichte der Stadt Troja im Zeitraum von 1334 bis 1135 v. Chr zu deuten (siehe Mythos Trojanisches Pferd).

    VIP: Der Prophet Ezechiel: Seine Wirkungszeit als Prophet umfasst etwa den Zeitraum von 592 BC bis 571 BC. Ezechiel wurde bereits 597 BC von Israel in die Verbannung nach Babylon geführt und wirkte dann unter den verbannten Juden als Prophet, indem er das rettende Eingreifen Gottes in Aussicht stellt. Die Juden glaubten im Exil an den Messias (Gesalbter/Befreier). Diese Rolle wurde ca. 600 Jahre später von Jesus von Nazareth erfüllt.

    Die Perser eroberten 550 BC Babylon und gründeten das mächtige persische Weltreich, Dies hat bis 330 BC Bestand. Die die im Exil lebenden Juden durften nun wählen, ob sie aus dem Exil nach Hause wollten oder nicht. Sie kehren zum größten Teil – aber nicht insgesamt - nach Jerusalem zurück und errichteten dort den Tempel ca. 515 v. Chr. neu.

    Hellenistische Zeit: 330 BC bis 64 BC: Alexander der Große (Makedonier) besiegte die Perser. Es begann die Kulturepoche, in der das Griechentum nach Osten eindrang. Die Verfolgung gesetzestreuer Juden weist in die Zeit zwischen 80 und 30 v. Chr.

    Römische Zeit: 63 BC: Mit der Erstürmung des Tempelberges von Jerusalem durch Pompejus (Römer) beginnt die römische Herrschaft. Die Juden wurden nun ein Teil der römischen Provinz Syrien. Diese politische Situation existierte auch zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth. Die Römischen Herrscher glaubten an viele Götter, während die Juden nur an den einen glauben. Und die Juden glaubten durch Propheten immer noch oder wieder an den Messias, der sie aus fremder Herrschaft befreien wird. Diese Rolle erfüllte letztendlich Jesus von Nazareth. Er prägte den Übergang vom Judentum in das Christentum entscheidend. Ab der Zeit in der Jesus lebte kann auch der Übergang vom christlichen alten Testament ins neue Testament datiert werden. Die 4 Evangelien wurden ca. von 60-95 n.Chr. niedergeschrieben. Ab dem Jahr ca. 313 war das Christentum im Römischen Reich nicht mehr verboten, im Jahr 380 wurde die christliche Relegion zur Staatsreligion der Römer erklärt.

    Mehrere Juden wurden von den Römern bereits vor Jesus von Nazareth hingerichtet, weil sie als der erhoffte Messias gesehen wurden, aber dieser Jesus war in jüdischen Augen auch wegen seiner Himmelfahrt (Wiederauferstehung) für sie der einzige und echte Messias. Jüdische Propheten, Apostel aber auch andere gesetzestreue bekennende Juden wurden in ihrer eigenen Heimat noch viele Jahre von den herrschenden Römern verfolgt, weil sie den anderen Glauben der Juden zeitweise gar nicht oder nur sehr eingeschränkt akzeptierten.

    Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66 n. Chr. mit dem ersten Aufstand in Judäa, ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung der Juden, und endete im Jahr 70 mit der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels. Endgültig konnte der Krieg erst im Jahr 74 mit dem Fall von Masada beendet werden. Es war der erste der drei großen jüdischen Aufstände gegen die Römer im 1. und 2. Jahrhundert – der zweite war der Diasporaaufstand um 116, der dritte der Bar-Kochba-Aufstand von 132 bis 135.

    Info: Spätestens seit der Umwandlung des jüdischen Königreichs in eine römische Provinz im 1. Jahrhundert n. Chr. und der späteren Zerstörung Jerusalems durch die Römer (Titus), zerstreuten sich die Juden als regional greifbares und geschlossenes Volk endgültig und siedelten zu einem großen Teil innerhalb des damaligen Römischen Reiches (Surftiipp: Jüdische Diaspora).

    Zwischenzeitlich, ca um 100 n. Chr., hatten sich ehemalige Anhänger des Judentums, die jedoch mehrheitlich nicht Jüdischer Herkunft waren, als Christen vom Judentum abgespalten und Verschiedenes aus der römischen Kultur angenommen. Der Ursprung der Christen kam jedoch aus dem Judentum, so vor allem auch der Glaube an den einen Gott (entgegen der vielen Götter der Römer). Erst viele Jahre später, ca. 380 n. Chr., wurde das Christentum im gesamten römischen Reich anerkannt. Zuvor hatte es auch gegen Christen zumindest vereinzelt römische Verfolgungen gegeben.

    1000 gab es ca. 5000 Juden, im Jahre 1100 gab es bereits 20 000 Juden. Einige davon kamen aus der Gegend des heutigen Frankreich nach Deutschland. Die Kirche hatte einerseits den Juden verboten, ehrenwerte Berufe auszuüben den Christen jedoch andererseits verboten, Zinsen zu erheben. Dies galt jedoch nicht für die Juden. Diese spezialisierten sich hierdurch wohl darauf, gewerbsmäßig Geld zu verleihen, was den Christen nicht gestattet war. Kreditnehmer wie zb. Handwerker und Kleinbetriebe hatten bald darauf die Juden als "Wucherer" und "Halsabschneider" betitelt, da diese ja Zinsen einfordern durften. Daraus entwickelte sich nach und nach das Stereotyp des reichen, habgierigen, betrügerischen Juden.

    1054 trennte sich die griechische und römische Kirche voneinander

    Die Anhänger des Judentums verteilten sich im Hochmittelalter auch in andere Teile Europas. Oftmals waren ihnen jedoch die Übernahme von Ämtern auf Grund ihrer Konfession verboten. Im Zuge der Pestpogrome im Spätmittelalter und der Ausweisungen von Juden (beispielsweise aus Frankreich oder aus Spanien 1492 n.Chr.), begaben sie sich bevorzugt nach Osteuropa und in die islamische Welt. Andere begaben sich aus Spanien wieder ins heutige Palästina, sowie auch in die Neue Welt.

    Horrorereignis in der Nazizeit Deutschlands: Im Rahmen des nationalsozialistischen Holocaust zwischen 1933 und 1945 wurden unter der Regie von Adolf Hitler ab 1938 in Deutschland Millionen von Juden in menschenunwürdige Konzentrationslager deportiert und bis 1945 insgesamt rund 6 Millionen Juden unter bestialischen Umständen ermordet. Mit den Juden wurden unter anderem widerlichste medizinische Versuche durchgeführt und mittels Gaskammern oder Exerzierkommandos Massenmorde begangen. Viele jüdische Menschen starben auch den Hungertod. Der belegbare Holocaust wird immer wieder mit verschiedenen Motiven geleugnet, abgestritten oder verharmlost, obwohl Konzentrationslager zum Kriegsende von einmarschierenden Siegermächten auch in Form von Filmaufnahmen dokumentiert werden konnten. Die deutsche Nation hat sich jedoch beim Kriegsende des 2. Weltkriegs zum Holocaust bekannt. (Surftipps: Antisemitisus /Rassismus/Judenverfolgung/Reichsprognomnacht 1938/2. Weltkrieg/Adolf Hitler).

    Fazit: Die Juden wurden seit ihrem Bestehen oft und auch sehr grausam verfolgt, unterdrückt und ausgebeutet. Sie konnten sich stellenweise aber auch unter Beibehaltung von Glaube und Tradition als integraler Bestandteil von lokalen Gesellschaften etablieren. Viele Ämter blieben den Juden bereits zur Römerzeit auf Grund ihrer Konfession vorbehalten. In Deutschland gibt es trotz der furchtbaren Ereignisse des 2. Weltkriegs auch heutzutage mehrere jüdische Gemeinden.

    Die Geschichte des uns bekannten Judentums - Vorläufer des Christentums - ist gespickt von Mythen, lückenhafter Überlieferungen und auch bewusster "Finten". Dennoch ist sie gesicherten Erkenntnissen zu Folge der Vorläufer unseres heutigen christlichen Glaubens.
    Geändert von neuerneuer (12.04.19 um 00:34 Uhr)

  10. #10
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    Anmerkung zu von mir verfassten Texten: 

    Immer wieder werden angeblich nachweisbare Erkenntnisse behauptet, um sich als genialer Wissenschaftler oder auch um sich als „prahlender Stammtischbruder“ Anerkennung zu verschaffen, oder um sich z.B. beruflich in seiner Karriere zu profitieren. 

    Auch geht es bei solchen Behauptungen oftmals um niedere Beweggründe oder zur Rechtfertigung seines eigenes Handelns. 

    Oder es geht schlicht um Forschungsgelder, die man mit wissenschaftlichen Fachartikeln eher zugestanden bekommt (z.B. Krebsforschung oder Genforschung). Da macht sogar der deutsche Gesundheitsminister im Jahr 2019 mit. Er behauptet, dass der Krebs in 10 oder 20 Jahren besiegt sein könnte. Damit erhebt er natürlich den Anspruch darauf, dass das ihm unterstehende deutsche Gesundheitswesen viele Milliarden mehr Geld bekommen sollte, um dies zu umzusetzen. Fachärzte gehen ob dieser Behauptung auf die Barrikaden.

    Ein weiteres Beispiel sind die politisch für Profit ambitionierten Windradlobbyisten in den deutschen Parlamenten, die allerdings auch selber wissen, dass sich bei Windflaute mit Windkraft nicht effektiv Energie erzeugen lässt.

    Horrend ist der deutsche Dieselskandal, bei dem deutsche Autobauer aus reinem Profitstreben hemmungslos und höchst kriminell den weltweiten Autohandel betrogen haben, indem sie Abgaswerte vorsätzlich manipulierten. Heute verdienen viele Menschen aufgrund dieses Skandals sehr viel Geld. Seien es Gutachter, Richter, Anwälte, Autobauer oder Zulieferer von Pkw- Nachrüstsätzen zur Schadstoffbegrenzung. Der deutsche Verkehrsminister bekommt aus weiten Teilen der Politik unterstellt, dass er mit seinen Bemühungen den Autobauern einen Umsatz von vielen Milliarden Euro auf Kosten der deutschen Bundesbürger bescheren will. Der Bürger muss sich in diesem Szenario ein neues Auto kaufen falls er einen Diesel-Pkw besitzt. Die deutschen Autobauer wurden bislang nur im Ausland für ihr kriminelles Handeln haftbar gemacht und mussten dort hohe Strafe zahlen. Der Bundesbürger soll nach dem Willen des Verkehrsministers den Autobauern die Strafgelder zumindest teilweise erstatten, indem sein Fahrzeug entwertet wird, also eine sogenannte "Zwangsenteignung" stattfindet. Am Ende würden also auch die kriminell handelnden deutschen Autobauer profitieren. Profit werden dann auf Kosten der enteigneten "Otto-Normalbürger" auch die Aktionäre der Autobauer machen.

    Oder es geht um Gewinne, die man mit Waffenhandel erzielen kann (die deutsche Firma Rheinmetall baut mittlerweile direkt im afrikanischen Algerien deutsche Panzermodelle/Fuchs). Sie werden also nicht mehr dorthin exportiert. Hierdurch erspart man sich lästige Debatten und Kritik im Bundestag und meidet öffentliches Aufsehen. Beispielsweise liefert Deutschland auch Waffen im türkischen Konflikt mit den Kurden, wo beide Seiten unter anderem mit deutschen Waffen gegeneinander kämpfen. Weiteres Beispiel ist die Katholische Kirche, namentlich der Vatikanstaat, der kräftig beim Waffenhandel mitmischt und profitiert. Für die Geschäfte des "Mini- Staats" Vatikan wurde auch extra eine eigene Währung sowie eine eigene Bank eingerichtet.

    Auch politische Gründe kommen in Frage, z.B. wenn Staaten historische Gebietsansprüche für sich beanspruchen wollen (Surftipp: Kurdistan).

    Verkauft wird dem Bürger über lückenhaft berichtende Medien nicht die volle Wahrheit. Die Medienlandschaft zieht schließlich über die so genannte „Zwangs -GEZ“ nahezu 10 Milliarden Euro im Jahr vom Bundesbürger als eine Art Sondersteuer für alle Haushalte ein. Sie ist somit mit staatlicher Hilfe fast vollständig finanziert. Hier greift das tierische Sprichwort: „Beiße nie die Hand die dich füttert“, zumindest nicht ernsthaft. Sodann kann der Staat erheblichen Einfluss auf das Sendeprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender nehmen und des Bürgers Meinung beeinflussen. Natürlich haben die Medien auch hohe Werbeeinnahmen. Der Bürger kann sich bei Bedarf jedoch auch in anderen deutschsprachigen Ländern mittels Medien informieren.

    Durch die seit 2015 beschleunigte Migration in unser Land kann hoffentlich in Zukunft das in unserem System dringend benötigte Wirtschaftswachstum weiter gesteigert werden. Nur mit Wachstum unserer Wirtschaftsleistung wird unser System dauerhaft weiter funktionieren können. Solange mehr als 1,5 Billionen jährliche Staatseinnahmen verbucht werden können (siehe hierzu Anlage Staatsfinanzen) und 6 Billionen Euro auf den deutschen Sparbüchern liegen, hat der Staat Handlungsspielraum. Wie der damalige Kanzlerkandidat Schulz (SPD) betonte, sind die Neuzugänge in Deutschland hoffentlich wirklich „wertvoller als pures Gold“ zu betrachten. *smile
    Geändert von neuerneuer (03.02.19 um 19:44 Uhr)

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