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Thema: Heute können wir unsere DSO-Welten nicht betreten- wir sind also nur in der richtigen Welt!

  1. #21
    Architekt des Wuselimperiums
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    Wie viel CO2 wird bei der Verbrennung von 1 Tonne Holz frei?

    Prof. Dr. Alexander Knohl (Bioklimatologe an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen): „Um die Frage zu beantworten, muss man erst mal wissen, wie viel Kohlenstoff (C) in einer Tonne Holz steckt. Grob gesagt ist das knapp die Hälfte. Der genaue Gehalt hängt von der Baumart, vom Wassergehalt sowie den Wuchsbedingungen ab und variiert zwischen 46 und 51 Prozent der Gesamtmasse. Eine Tonne Holz enthält also knapp eine halbe Tonne Kohlenstoff.

    Bei der Verbrennung verbindet sich der Kohlenstoff (C) des Holzes mit Sauerstoff (O) aus der Atmosphäre und bildet Kohlendioxid (CO2). Aus jedem Kohlenstoffatom entsteht genau ein Molekül CO2. Durch die hinzugekommenen zwei Sauerstoffatome ist das Molekül CO2 schwerer als das Kohlenstoffatom alleine.

    Wenn man nun wissen will, um wie viel schwerer das Molekül CO2 im Verhältnis zum Atom Kohlenstoff ist, muss man sich die so genannten molaren Massen anschauen. Das ist die Masse einer standardisierten Menge an Teilchen, auch Mol genannt. Kohlendioxid hat eine molare Masse von 44 Gramm pro Mol – bei Kohlenstoff sind es 12 Gramm pro Mol. Somit ergibt sich ein Massenverhältnis von CO2 zu Kohlenstoff von 44/12 = 3,67. Das bedeutet: Aus der halben Tonne Kohlenstoff, die in einer Tonne Holz steckt, entstehen bei der Verbrennung etwa 1,83 Tonnen CO2.

    Insgesamt wird aber nur so viel CO2 freigesetzt, wie vorher durch die Photosynthese aus der Atmosphäre aufgenommen worden ist.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B...40#cite_note-4 zum Dürresommer 1540 in Mitteleuropa

    wikibooks. org: Eine 100 Jahre alte Eiche...

    trägt im Sommer zwischen 120.000 und 150.000 Blätter
    verarbeitet im Jahr 5 Tonnen CO2 und gibt 4,5 Tonnen O2 wieder ab, damit deckt sie allein den Jahresverbrauch von 11 Menschen
    nimmt jedes Jahr 30.000 bis 50.000 Liter Wasser auf, welches wieder von den Blättern abgegeben wird, damit kühlt sie wie eine Klimaanlage
    mehr als eine Tonne Staub wird dabei absorbiert und die Luft gereinigt

    Jeder Hektar Wald bindet jährlich rund 10t CO2
    Man schätzt, dass alle Bäume Deutschlands zusammen etwa 1,1 Milliarden Tonnen CO2 als Biomasse haben
    Für den Aufbau einer Tonne Holz sind 1851 kg CO2 und 1082 kg Wasser nötig
    Geändert von neuerneuer (25.08.19 um 23:36 Uhr)

  2. #22
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    Klimaveränderungen: Der Nordatlantikstrom schwächt sich seit Jahren ab. Dies hat Auswirkung auf unser Klima

    Der Nordatlantikstrom hat einen wesentlichen Einfluss auf das europäische Klima, weswegen er oft als „Warmwasserheizung Europas“ bezeichnet wird. Durch sein warmes Wasser wird auch die Luft über dem Meer erwärmt. Die Winde transportieren dann die Wärme bis weit in den europäischen Kontinent hinein (Surftipp: Passatwind), wodurch in Europa ein deutlich milderes Klima vorherrscht als in anderen Gegenden desselben Breitengrades. Nördlich des 50. Breitenkreises herrscht zum Beispiel in Kanada ein ausgesprochen kaltes Klima, bei dem nur Moose und Flechten gedeihen, und in dieser Tundra nur kälteresistente Tiere leben. Dagegen beschert der Nordatlantikstrom Mitteleuropa Laubwälder und saftige Wiesen sowie gute Bedingungen für Ackerbau und Viehzucht.
    Messungen der letzten Jahre haben ergeben, dass sich die Nordatlantikströmung abschwächt. Dies sorgt vermutlich dafür, dass sich mit den Warmwasserströmungen bewegende Hochdruckgebiete über Mitteleuropa "einnisten" und der Wind die Warmluftmassen auch in Richtung Deutschland treiben kann. Die warme Strömung wandert nicht mehr wie gewohnt vorwiegend über Meerwassergebiet weiter an der europäischen Küste entlang nach Norden, wo sie sich dann langsam abkühlen würde.

    Der Nordatlanikstrom ist nur ein Teil der globalen Wasserbewegung, allerdings der Teil welcher Mitteleuropa bezüglich dem Klima und kommenen Veränderungen spürbar beeinflussen könnte. Die "thermohaline" Zirkulation von riesigen Wassermengen, umgangssprachlich auch globales Förderband genannt, ist ein ozeanografischer Terminus für eine Kombination von Meeresströmungen, die vier der fünf Ozeane miteinander verbinden und sich dabei zu einem globalen Kreislauf vereinen. Es dürfte rechnerisch etwa 1.200 Jahre dauern, bis das gesamte Meereswasser einmal mit dem globalen Förderband umgewälzt wäre

    Der Antrieb für diesen umfangreichen Massen- und Wärmeaustausch durch die Wasserbewegung ist thermohaliner Natur. Das bedeutet: Er wird durch Temperatur- und Salzkonzentrationsunterschiede innerhalb der Weltmeere hervorgerufen, welche beide für die unterschiedliche Dichte des Wassers verantwortlich sind. Verursacht wird der Temperaturunterschied des Wassers durch die Abhängigkeit des Umfangs der Sonneneinstrahlung von der geographischen Breite (Äquatornähe). Auf dem Weg zum nördlichen Ende des Nordatlantikstroms verdunsten Teile des transportierten warmen Wassers (Evaporation). Dadurch wird der Salzgehalt (die Salinität) erhöht, wodurch das Wasser schwerer wird und zu sinken beginnt. Zwischen Spitzbergen und Grönland bildet sich der größte Wasserfall der Erde. In 15 Kilometer breiten Säulen, sogenannten Chimneys, fallen 17 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde bis zu 4.000 Meter hinunter. Das ist 15-mal so viel Wasser, wie alle Flüsse der Welt führen. Durch den abrupten Wasserabfall entsteht eine Sogwirkung, die den Golfstrom überhaupt erst in Richtung Europa zieht.

    Golfstrom/Albedo/Wasserdampf vom Wissenschaftler anschaulich erklärt: https://www.scinexx.de/news/geowisse...-klimawandels/

    Die gesamten Wissenschaftsvorlesungen vom Oktober/Nov. 2019 findet man hier: https://www.scinexx.de/news/geowisse...andel-und-ich/


    Vereinfacht gesagt: Alle Ozeane sind ständig an einem riesigen globalen Wasseraustausch beteiligt. In Mitteleuropa betreffen uns allerdings nur die Auswirkungen des Nordatantikstroms direkt. Seine warmen Wassermengen kommen mit ca. 2 km/h in einer Breite von ca 200 Kilometern (Tendenz ist fallend) aus dem amerikanischen Golf von Mexiko über den Atlantik auf die Küste Europas zu, wo das salzhaltige Meerwasser nach Norden abgewiesen wird. Im Norden ist das Wasser kühler sowie weniger bis gar nicht mehr salzhaltig. Weil das wandernde Wasser aus Richtung Süden salzhaltig und somit von der molekularen Masse her schwerer ist (mehr Neutronen besitzt), taucht es hoch im Norden Europas wie ein riesiger Wasserfall im Meer nach unten ab und kühlt dort aus. Nachdem es abgekühlt ist, wird das Wasser im weiteren globalen Wasserkreislauf in einer Strömung wieder nach Süden zurück geführt und wandert schlussendlich durch nahezu alle Ozeane. Vom globalen Wasserkreislauf sind alle Kontinente mehr oder weniger klimatisch betroffen. Über die vergangenen Jahrmillionen haben sich auf der Erde die Kontinente gebildet. Diese wandern sehr langsam. Das wird in ferner Zukunft dazu führen, dass der globale Wasserkreislauf zum Erliegen kommen könnte, oder er sich entscheidend ändert und dies zu heftigen Klimaauswirkungen führen könnte. Es gibt wissenschaftliche Vermutungen, wonach in ferner Zukunft die Kontinente wieder aufeinander zu driften und sich wieder zu einer Landmasse vereinigen könnten. So einen Zustand hat es vor ca. 300 Mio auf der Erdoberfläche gegeben.
    hierzu Wikipedia: Pangaea, andere und ursprüngliche Schreibweise Pangäa, selten auch Pangea, war der bisher letzte Superkontinent der Erdgeschichte. Er ist als „Universallandmasse“ zu verstehen. Er existierte als zusammenhängende Landmasse vor etwa 300 bis 150 Millionen Jahren (Karbon bis Jura), also in dem Abschnitt der Erdgeschichte, in dem sich das große Massenaussterben am Ende des Perm abspielte und sich die Dinosaurier entwickelten.



    Der seit dem Klimaoptimum des Holozäns herrschende Abkühlungstrend von ca. 0,12 °C pro Jahrtausend gilt als Vorbote einer erneuten Kaltzeit, die jedoch im Rahmen natürlicher Klimaveränderungen erst in 30.000 bis 50.000 Jahren erwartet wird. Allerdings könnte diese Entwicklung durch die menschliche (anthropogene) Beeinflussung des Klimasystems signifikant (erheblich) verändert werden.

    Jüngsten Forschungen zu Folge müssen die Schulbücher allesamt umgeschrieben werden, denn es konnte herausgefunden werden, dass es Eiszeiten bereits sehr viel früher als bisher nachgewiesen gab. Im Jahre 2021 soll eine neue internationale Nord-Polarexpedition gestartet werden, um dies weiter zu erforschen und Nachweise zu erbringen. Es gibt Vermutungen, wonach es schon seit mindestens mehr als 2 Mio Jahren Eiszeiten auf der Erde gegeben hat, womöglich erheblich früher. Den größten Teil der Erdgeschichte war die Erde jedoch den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge vollständig eisfrei. Einen großen Einfluss darauf haben vermutlich die tektonischen Plattenbewegungen.

    https://www.planet-wissen.de/geschic...0.html#Wandern (Plattentektonik)

    Tektonische Eisplatten bewegen sich in etwa so schnell wie menschliche Fingernägel wachsen.Sie haben Auswirkungen auf die Veränderung der Erdoberfläche, z.B. heben und senken sie ganze Berge oder auch Gebirgsketten. In mehreren Mio Jahren werden tektonische Plattenbewegungen vermutlich das Mittelmeer von der Landkarte ausradiert haben.
    Geändert von neuerneuer (08.02.20 um 21:04 Uhr)

  3. #23
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    Die Erde empfängt 174,26 Petawatt (= Milliarden Megawatt) Sonnenstrahlung, was im Jahr eine Energiemenge von 5,495 Milliarden Milliarden Joule ausmacht – weit mehr als 10.000 Mal soviel Energie, wie die Menschheit zur Zeit verbraucht.

    Neben der Sonnenstrahlung spielt nur eine einzige weitere natürliche Energiequelle eine Rolle: die Hitze aus dem Erdinneren. Diese beruht auf zwei Quellen: der im Erdkern gespeicherten Wärme und der Wärmeentwicklung durch den Zerfall radioaktiver Stoffe im Erdinneren. Die Energiemenge ist im Vergleich zur Sonnenstrahlung unbedeutend (weniger als 0,1 Prozent), aber es ist diese Energie, die die Prozesse der Plattentektonik antreibt und damit die Verteilung der Kontinente und der Meere bestimmt. Diese Prozesse verursachen auch für die menschlichen Kulturen bedeutsame (und mitunter katastrophale) Ereignisse wie Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis.

    Auf der Erde gibt es etwa 75 Millionen Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Der weitaus größte Teil (99,8 Prozent) davon befindet sich in der Lithosphäre: im Kalkstein, in Form fossiler organischer Stoffe (etwa im Ölschiefer) oder als Kohle, Erdgas oder Erdöl. Im Vergleich scheinen die Anteile im Wasser (38.000 Milliarden Tonnen = 0,05 Prozent des gesamten Vorkommens), im Boden (1.580 Milliarden Tonnen = 0,002 Prozent des gesamten Vorkommens), in Lebewesen mit etwa 800 Milliarden Tonnen und in der Luft mit etwa 820 Milliarden Tonnen (jeweils etwa 0,001 Prozent des gesamten Vorkommens) unbedeutend zu sein.

    Kohlendioxid ist die wichtigste Kohlenstoffverbindung in der Luft; es steht in einem Gleichgewicht mit dem im Meerwasser gelösten Kohlendioxid - auf ein Molekül in der Luft kommen etwa 50 Moleküle Kohlendioxid in den Ozeanen (die Löslichkeit ändert sich mit der Wassertemperatur: warmes Wasser kann weniger Kohlendioxid aufnehmen). Wenn gebundener Kohlenstoff in das Tiefenwasser absinkt, ist er auf absehbare Zeit dem Kohlenstoffkreislauf weitgehend entzogen.

    In jüngster Zeit hat der Mensch massiv in diesen Kreislauf eingegriffen, indem fossile Brennstoffe verbrannt und Wälder zur Landgewinnung abgebrannt wurden. Dabei gelangte der in ihnen gebundene Kohlenstoff in die Luft. Der Kohlenstoffgehalt in der Luft hat sich dadurch von vorindustriellen 597 Milliarden Tonnen auf die heutigen 820 Milliarden Tonnen erhöht (oder bekannter, da regelmäßig in den Zeitungen zu lesen: die Konzentration an Kohlendioxid von 280 ppm auf heute 390 ppm). In der Luft kommt Kohlenstoff in Form des Gases Kohlendioxid vor, daher wird die Menge oft in Tonnen Kohlendioxid angegeben. Die Umrechnung: Eine Tonne Kohlenstoff entspricht 3,667 Tonnen Kohlendioxid.

    Eiszeiten Die letzten zwei bis drei Millionen Jahre sind erneut ein Eiszeitalter – das Pleistozän der Erdgeschichte. Die Geschichte dieser Eiszeiten ist wohl das am besten untersuchte Beispiel für das Verhalten der Erde als komplexes System. Ausgelöst wurde dieses Eiszeitalter durch den Zusammenstoß Nord- und Südamerikas; dadurch wurde der Golfstrom verstärkt, der warmes Wasser aus der Karibik in den Nordatlantik bringt. Warmes Wasser bedeutete mehr Verdunstung, und dieses Wasser fiel im Norden als Schnee: Die so entstehenden großen weißen Oberflächen reflektierten das Sonnenlicht, und so führte die geänderte Wärmeverteilung zu einer Abkühlung und der Entstehung dauerhafter Eisflächen auf der Nordhalbkugel. Dazu kam vor drei Millionen Jahren eine besonders “kalte” Stellung der Erde, die auf ein Phänomen zurückgeht, das auch erklärt, warum zumindest in diesem Eiszeitalter regelmäßig 90.000 bis 100.000 Jahre andauernde Kaltzeiten von kürzeren Warmzeiten unterbrochen werden. Das Rätsel dieser Zyklen löste der serbische Astronom Milutin Milanković. Er beschäftigte sich mit der Bahn der Sonne um die Erde. Diese kreist nicht einfach um die Erde, sondern die Bewegung ist wesentlich komplizierter. Immer noch vereinfacht, bewegen sich sowohl die Sonne als auch die Erde auf einer Ellipsenbahn um einen gemeinsamen Schwerpunkt, und für das Klima der Erde sind, wie Milanković zeigte, drei Parameter der Erdbahn entscheidend: Erstens schwankt die Abweichung der Ellipsenbahn von der Kreisform (ihre Exzentrizität) schwankt in Perioden von ca. 413.000 und ca. 100.000 Jahren; zweitens schwankt die Neigung der Erdachse in Perioden von ca. 41.000 Jahren; und drittens taumelt die Erdachse in Perioden von ca. 26.000 Jahren.
    Geändert von neuerneuer (05.08.19 um 15:07 Uhr)

  4. #24
    Siedler Avatar von tpsap1
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    Aber was sollen uns diese Informationen und Wissen bringen, außer das ich mir meiner einer Existenz im BB Universum sicher sein kann?
    Ich verstehe schon nicht wie die Schwerkraft funktioniert. Wieso zieht ein großer Planet wie die Erde mit einem Eisenkern nicht den Mond aus seiner Umlaufbahn auf die Erde. Wieso entfernt sich der Mond im Gegenteil von der Erde. Gibt es vielleicht doch noch Dimensionen und Kräfte die wir nicht (er)kennen, erklären können.

    Bei der Klimadiskussion sind vielleicht auch die Tonnen, von den direkt unterhalb der Stratosphäre eingebrachten Kerosin-abgase nicht zu vernachlässigen. Der Flugverkehr hat exponentiell zugenommen in den letzten 20 Jahren. Bei 10000 Flugbewegungen pro Stunde auf der Erde kommen da auch Summen zusammen, die einen Jetstream beeinflussen.
    Erare humanum est

  5. #25
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    Der erste Urkontinent Ur ist noch rein hypothetisch. Deutlicher sind die Hinweise auf einen Superkontinent namens Kenorland, der vor 2,7 bis 2,5 Milliarden Jahren entstanden sein könnte. Vor 2,4 Milliarden Jahren wäre dieser wieder zerbrochen; und vor 1,9 bis 1,5 Milliarden Jahren wäre der nächste Superkontinent entstanden (über dessen Namen noch keine Einigkeit besteht, Columbia - nach einem Fundort am Columbia-River - ist der am häufigsten verwendete). Dieser Kontinent hat wohl am Äquator gelegen und war heiß und trocken. Vor 1,6 Milliarden Jahren brach dieser Superkontinent wieder auseinander; dabei wurde auch der Vorläufer des heutigen Nordamerika, der Kontinent Laurentia, zusammengefügt (hierüber gibt es einen Aufsatz des Geologen Paul Hoffmann mit dem schönen Titel „The United Plates of America“ – Die Vereinigten Platten von Amerika). Die Bruchstücke entfernten sich 200 Millionen Jahre lang voneinander, um sich dann wieder anzunähern: Vor 1,2 bis 1 Milliarde Jahren entstand mit Rodinia der nächste Superkontinent. Die Existenz von Rodinia wird heute von den meisten Geologen anerkannt; bei der Kollision der Vorläuferkontinente entstand die Grenville-Gebirgskette; sie durchzieht des Osten des heutigen Nordamerikas und liegt heute im östlichen Kanada und in den Adirondacks im US-Bundesstaat New York an der Oberfläche. Die Position und die Lage der einzelnen Schilde sind aber durchaus umstritten; in den meisten Modellen lag Rodinia am Äquator, das Landesinnere war heiß und trocken wie das heutige Australien. Rodinia muss von einem weltumspannenden Ozean, genannt Mirovia, umgeben gewesen sein.

    Vor rund 850 Millionen Jahren begann der Superkontinent Rodinia zu zerbrechen. Zuerst trennten sich der Kongo- und der Kalahari-Kraton vorn der Landmasse, vor 800 Millionen Jahren der Westafrikanische Kraton. Vor 750 Millionen Jahren teilte sich der verbleibende Rest des Kontinents; die entstehenden Platten wurden vom Südpol zum Äquator bewegt und spalteten kleine Splitter ab; warme und flache Meeresgebiete bildeten sich. Diese Veränderungen der Lage der Kontinente führte zu einer Serie gewaltigen Eiszeiten, die als "Schneeball Erde" bekannt wurden - und ein Beispiel für das komplexe Zusammenwirken geologischer Zyklen, des Lebens und anderer Erdsysteme ist.

    Zu Beginn des Kambriums vor 541 Millionen Jahren war Rodinia in einen großen südlichen Kontinent namens Gondwana, der die heutigen (Teil-) Kontinente Südamerika, Afrika, Antarktis, Australien, Madagaskar und Indien vereinigte, und weitere kleinere Kontinente, die heute die Kerne Nordamerikas und Europas bilden, zerfallen. Diese wanderten nach Norden, das spätere Nordamerika und Europa vereinigten sich, später kam das heutige Sibirien hinzu. Vor ungefähr 300 Millionen Jahren vereinigte sich das nach Norden getriebene Gondwana mit diesem Kontinent und bildete einen neuen Superkontinent, Pangäa genannt. Dabei wurde ein Meer zwischen dem heutigen Afrika und Amerika geschlossen; bei dem Zusammenstoß falteten sich die Appalachen auf. Vor 175 Millionen Jahren begann der Zerfall dieses Superkontinents: zuerst spaltete sich Laurentia wieder von Gondwana ab, wobei der Atlantik entstand. Die Antarktis und Australien spalteten sich als nächstes ab, dann Indien, dass sich nach Norden bewegte und schließlich gegen Asien prallte, wobei sich der Himalaya auffaltete. Letztendlich führte der Zerfall von Pangäa zur heutigen Verteilung der Landmassen auf der Erde.

  6. #26
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    Zitat Zitat von tpsap1 Beitrag anzeigen
    Aber was sollen uns diese Informationen und Wissen bringen, außer das ich mir meiner einer Existenz im BB Universum sicher sein kann?
    Ich verstehe schon nicht wie die Schwerkraft funktioniert. Wieso zieht ein großer Planet wie die Erde mit einem Eisenkern nicht den Mond aus seiner Umlaufbahn auf die Erde. Wieso entfernt sich der Mond im Gegenteil von der Erde. Gibt es vielleicht doch noch Dimensionen und Kräfte die wir nicht (er)kennen, erklären können.

    Bei der Klimadiskussion sind vielleicht auch die Tonnen, von den direkt unterhalb der Stratosphäre eingebrachten Kerosin-abgase nicht zu vernachlässigen. Der Flugverkehr hat exponentiell zugenommen in den letzten 20 Jahren. Bei 10000 Flugbewegungen pro Stunde auf der Erde kommen da auch Summen zusammen, die einen Jetstream beeinflussen.
    Die schlüssigste Antwort für mich ergoogelte der deutschlandfunk - dort Suchwort "Gezeitenreibung". Auch als Laie komme ich mit der dortigen Erklärung klar.


    Ich könnte mir vorstellen, dass der Flugverkehr über Deutschland (ich meine damit nicht weltweit) in den nächsten Jahren wieder von dem heute sehr hohen Stand abnehmen könnte (die deutschen Wähler haben klare Worte gesprochen). Die Klimadebatte wird in den nächsten Jahren wohl eher nicht abflauen. Vermutlich kein Mensch kann derzeit alle Faktoren erfassen, wer wo wie viel Tonnen CO2 freisetzt und wie bereits erwähnt weiß der Mensch nicht genau, was ein Atom (Molekül) im Detail genau ist oder was es zu einem Atom (Molekül) verbindet.

    Deine Bemerkung zur Stratosphäre habe ich auch bereits vernommen. Die Flughöhen ergeben sich womöglich auch aus der Gesamtmenge aller Flüge. Könnten die Flieger womöglich tiefer transatlantisch fliegen, wenn Luftraum mit weniger Gesamtflügen entlastet werden würde? Wie genau du da einen möglichen Zusammenhang siehst, dass durch Flugbewegungen irdischer Jetstream beeinflusst werden könnte, kannst du mir das ggf. in einer Boardmail kurz erläutern, welchen Zusammenhang du da erkennst? Argumentation: Flüge in niedrigerer Lufthöhe haben höheren Luftwiderstand und brauchen deswegen verhältnismässig mehr Energie.

    Faktensammlung:

    Durch die wachsende Verbreitung der Streaming-Plattformen werden laut dem Energieversorger weltweit inzwischen rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht. In den kommenden Jahren dürfte diese Menge weiter steigen. Dabei sorgen besonders die Server in den Rechenzentren, auf denen die Inhalte von Netflix, Amazon & Co. gespeichert sind, für einen hohen Energieverbrauch.

    Um den weltweiten Strombedarf durch Streaming zu decken, "wären umgerechnet alle deutschen Wind-, Solar-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen nötig, die 2018 eine ähnliche Strommenge erzeugt haben", erklärte Victoria Ossadnik, Vorstandschefin von Eon Energie Deutschland. Würde die Energie nicht für Streaming verbraucht, könnte sie sämtliche Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen ein Jahr lang versorgen. quelle: tagesspiegel.de

    Fakt ist: Bei jeder SMS, jedem Telefonat, jedem Video-Download ist ein Server in einem Rechenzentrum eingeschaltet, der diese Kommunikation ermöglicht. Das Smartphone selbst ist ein sehr energieeffizientes Gerät. Lädt man es pro Tag einmal auf, braucht es hochgerechnet auf ein Jahr gerade mal rund vier Kilowattstunden Energie. Allerdings: "In der Herstellung braucht das Smartphone fünf bis zehn Mal so viel Energie und CO2 wie in der Nutzung", erklärt Ralph Hintemann vom Borderstep Institut für Nachhaltigkeit. Besonders der Abbau notwendiger Rohstoffe wie Erze, Metalle und seltener Erden sei sehr energieintensiv. Wenn das Smartphone dann in der Nutzung über seine Apps Dienste in Rechenzentren anstoße für die Datenübertragung, benötige man nochmals den Faktor zehn, um das Smartphone zu betreiben. "Das Smartphone braucht in seiner Nutzung 20 Mal so viel Energie und CO2, wie das eigentliche Gerät braucht", fasst Hintemann zusammen. zdf.de

    Die Rodungen im Amazonas beschleunigen sich dramatisch: Nach Angaben des brasilianischen Weltrauminstituts INPE ist die Abholzung in den ersten sieben Monaten in diesem Jahr um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Demnach wurden von Januar bis Juli 4700 Quadratkilometer abgeholzt. Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro, wie Donald Trump ein Leugner des Klimawandels, hat die Daten des Instituts scharf kritisiert und den INPE-Chef gefeuert. manager-magazin.de Warum machen die Brasilianer das - um mit dem Land Geld verdienen zu können. Was machen die deutschen? sie ziehen ihr Geld ab nun und verschärfen damit die Spannungen. Beide Parteien sind sich in diesem Fall somit einig darüber, dass Geld wichtiger ist als Klimaschutz. Brasilien soll arm bleiben und keine Chancen auf dem Weltmarkt bekommen lautet die Kernbotschaft. Minister Müller revidierte inzwischen, die Zahlungen sollen nicht eingestellt werden.
    Geändert von neuerneuer (03.09.19 um 23:19 Uhr)

  7. #27
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    [B]kleinste Größenordnungen - vom Femtometer zum Millimeter[/B]

    Die kleinsten Bausteine der gängigen etablierten Teilchenphysik sind Ouarks und Gluonen. Gluonen verbinden jeweils 3 verschiedene Quarks zu Protonen oder zu Neutronen (Der Begriff Gluon stammt von Glue = englisch kleben). Quarks gelten heute also als die fundamentalen Bausteine, aus denen alle uns bekannte Materie aufgebaut ist (es gibt laut den Wissenschaftlern auch Antimaterie die eifrig erforscht wird).

    Gemäß heutigen Erkenntnissen liegt die (obere) Größe eines Quarks ungefähr bei 0.43 * 10^(-16) m. Zum Vergleich ein Proton liegt bei 1.7 * 10^(-15) m. Ein Quark ist also nochmal mehr als 30-mal kleiner als ein Proton. Andere Quellen vermuten dass die Quarks nur etwa ein tausendstel des Protonendurchmessers betragen.

    In solch feinen Größenordnungen kann man den Quarks fast keine sinnvollen Größen mehr zuordnen. Man spricht daher eher von Massen und Wellenlängen, als von Größenordnungen. Protonen und Neutronen, aus denen sich alle uns bekannten Atomkerne bilden, bestehen jeweils aus 3 Quarks sowie aus Gluonen. Mesonen bestehen nur aus 2 Quarks (1 Quark und 1 Antiquark). Sie können sich kurzfristig bilden, zerfallen aber in Sekundenbruchteilen. Nebensächlich sind Mesonen jedoch nicht, denn Wissenschaftler versuchen zu ergründen, in wie fern Mesonen bei ihren Forschungen wichtige Erkenntnisse zum Aufbau und dem Werdegangs des Weltalls beigetragen haben könnten (Surftipp: unsichtbare/dunkle Materie/Pion).

    Unterhalb der Größenordnungen der Quarks-Theorien gibt es noch Feld- und Stringtheorien. Diese Bereiche kann man jedoch getrost den Wissenschaftlern überlassen, die seit vielen Jahren immer wieder neue Vermutungen haben und "sich empor irren". im Large -Hadron-Collider versuchen sie weitere Erkenntnisse zu gewinnen (Surftipp Higgs-Boson / LHC) https://upload.wikimedia.org/wikiped...les_german.png

    Fassen wir zusammen: Alle Größenordnungen unterhalb von der Existenz von Protonen und Neutronen sind lediglich wackelige Theorien.

    Ein Proton oder Neutron (3 Quarks und Gluonen) hat einen Durchmesser von ca. 1,6 Femtometern (fm). Aus diesen winzigen Bauteilen bilden sich Atomkerne mit mehr oder weniger Protonen und Neutronen (nur Wasserstoff hat keine Neutronen). Ein Atomkern ist das Zentrum jedes Atoms. In jedem Atom ist der Atomkern im Vergleich zum Radius des gesamten Atoms in etwa so groß, wie ein Kirschkern im Vergleich zum Kölner Dom (Höhe 158 Meter), also winzig. Am Rande bemerkt: Trotzdem vereinigt in einem Atom der Atomkern mehr als 99 Prozent der Atommasse, vor allem weil sich die Protonen und Neutronen im Atomkern befinden.

    1000 Femtometer entsprechen 1 Pikometer (pm): (Wasserstoffatom- Radius: ca. 31 Pikometer; Kohlenstoff 76; Eisenatom 140; Gold 136.)
    1000 Pikometer entsprechen 1 Nanometer (nm) und somit 0,000001 Millimetern
    1000 Nanometer entsprechen 1 Mikrorometer (µm) und somit 0,001 Millimetern. Nanopartikel im Maßstab: Virus (30-50 nm), DNA (2.5 nm).
    1000 Mikrometer entsprechen 1 Millimeter (mm). Auf einem handelsüblichen Meterstab sehen wir Millimeter bereits als Markierungsstriche.
    1000 Millimeter entsprechen einem Meter

    der Vollständigkeit halber: 100 Pikometer entsprechen 1 Angstöm (diese Zwischengröße wird fast ausschließlich für Atomgrößen benutzt - normal sind 1000 er schritte). Außerdem entsprechen 10 Millimeter einem cm, also in etwa der Breite einer unserer Finger.

    Beispiele: Für uns schädliche Feinstaubpartikel werden heutzutage vor allem mit 2,5 bis 10 (µm/Mikrometern) definiert, also 0,00025 bis 0,0010 Millimetern. Ein menschliches Haar hat im Vergleich dazu eine Breite von 0,03 bis 0,1 Millimetern. Das menschliche Haar ist also ca. 100 Mal sie breit wie die Ausmaße eines für unsere Atemwege schädlichen Feinstaubpartikels. Ein Stecknadelkopf aus dem Nähkästchen hat einen Durchmesser von ca. 2 Millimetern, Er ist ca 2-5 tausend Mal so groß wie die für uns schädlichen Feinstaubpartikel.

    Von Menschenhand gebaut wurden bereits kleinste Kohlenstoffnanoröhren, auch CNT (englisch carbon nanotubes). Sie sind mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde (molekulare Nanoröhren) aus Kohlenstoff. Ihre Wände bestehen nur aus Kohlenstoff, wobei die Kohlenstoffatome eine wabenartige Struktur mit Sechsecken und jeweils drei Bindungspartnern einnehmen. Der Durchmesser der Röhren liegt meist im Bereich von 1 bis 50 nm, es wurden aber auch Röhren mit nur 0,4 nm Durchmesser hergestellt. Längen von bis zu einem halben Meter für einzelne Röhren und bis zu 20 cm für Röhrenbündel wurden bereits erreicht (Surftipp: CNT/Graphen).

    Masse: In einem Mol eines Stoffs sind 6,022 · 10 hoch 23 Teilchen (Atome oder Moleküle) enthalten. Diese Teilchenzahl wird Avogadrozahl NA genannt und beträgt NA = 6,022 · 1023 mol-1.

    Wie weit kann man als Mensch Vermutungen zu kleinsten Größen anstellen?

    Grenze der widerspruchsfreien Anwendbarkeit der bekannten Gesetze der Physik = Planck-Länge, nach 0,0 kommen nochmals 34 Nullen vor die 1 kommt. Aus Wikipedia: Durch die Schleifenquantengravitation wird der Raum als dynamisches quantenmechanisches Spin-Netzwerk beschrieben, das durch Diagramme aus Linien und Knoten anschaulich darstellbar ist. Eine Konsequenz aus dieser Theorie wäre die Quantisierung von Raum und Zeit im Bereich der Planck-Länge (ca. 10−35 m) bzw. Planck-Zeit (ca. 10−43 s). Auf Skalen in diesen Größenordnungen werden alle Phänomene der Physik, einschließlich der Gravitation und der Geometrie, nicht mehr als Kontinuum, sondern quantisiert beschrieben.

    Große Größenordnungen: Würfel- Modelldarstellung der Größe des Universums

    Man nehme einen normalen Würfel zur Hand. Normale Würfel haben eine Kantenlänge von 1,5 cm. Für das Beispiel nehme ich an, dass jeder Würfel eine Kantenlänge von 1 cm hätte.

    Nun lege ich mit zuerst mit 100 Würfeln 10 mal 10 Würfel in eine ebene Fläche, Außerdem baue ich jeweils 10 Würfel übereinander, sodass nun 1000 Würfel in einem Quadrat vor mir liegen. Das Ausmaß beträgt nun jeweils 10 cm Breite, Höhe und Tiefe. Ich nenne es Größenskala 1.

    Größenskala 2: ich nehme nochmals die 1000 fache Menge an Würfeln und habe nun 1 Kubikmeter verbaut, also jeweils 1 Meter an den Kantenlängen. Ich benötige nun bereits 1 Million Würfel.

    Größenskala 3: ich nehme nochmals die 1000 fache Menge Würfel und habe nun ein Quadrat von 10 Quadratmetern. Soweit kann man sich das noch vorstellen, wenn man z.B. an einen 10 Meter Sprungturm denkt, der in Schwimmbädern steht. Verbaut sind nun 1 Millarde an Würfeln. (Beachte dass in den USA keine Zahlengröße Milliarden benutzt wird).

    Größenskala 4: ich nehme nochmals die 1000 fache Menge an Würfeln und baue mein Quadrat auf 100 Meter Kantenlänge aus. 1 Billion Würfel liegen nun auf der Fläche von 2 ca. Fußballplätzen die nebeneinander liegen, und ich erreiche die Höhe von einem der größeren Windkraftanlagen.

    Größenskala 5: nachdem ich die Kantenlänge nochmals auf 1 km verzehnfache, passt nun der 324 Meter hohe Eiffelturm mitsamt seiner großen Antenne 3 mal übereinander in den benutzten Raum. Die höchsten jemals gebauten Wohnhäuser werden überragt. 1 Billiarde Würfel sind verbaut

    Größenskala 6: ich verzehnfache die Kantenlänge auf 10 km. Nahezu alle Flugzeuge erreichen keine höhere Flughöhe. Die Tropospähre wird erreicht, fast alle Wolken steigen nicht höher auf, und der Mount Everest wird deutlich überragt. Die Bodenfläche würde schon etwa ein drittel der Stadt München ausfüllen. Um das Model zu bauen sind bereits eine Trillion Würfel nötig.

    Größenskala 7: wenn ich das Model erneut an jeder Kante verzehnfache, dann beträgt die Kantenlänge 100 km. Die Städte Hamburg und Bremen liegen in der Luftlinie 95 km voneinander entfernt. Ich erreiche weiterhin bereits die doppelte Höhe der irdischen Ozonschicht. 1 Trilliarde Moleküle H20 enthält ein Wassertropfen in etwa, eine schier unglaubliche Zahl. Es geht weiter- Schlag auf Schlag verzehnfache ich die Kantenlänge des Quadrates.

    Größenskala 8: 1000 km Kantenlänge: Die internationale Raumstation ISS fliegt in ca. 400 km Höhe. Etwas weniger als 1000 Kilometer misst die Strecke von Flensburg bis zum Bodensee.

    Größenskala 9: 10 000 km Kantenlänge: 1 Quadrillion Würfel bedecken nahezu die ganze Fläche der Erde, die 12700 km Durchmesser hat.

    Größenskala 10: Kantenlänge 100 000 km: Die Magnetosphäre, also der vom Erdmagnetfeld beeinflusste Raum beträgt zur Sonnenseite ausgerichtet ca.63 000 km und auf der Schattenseite ca. 630 000 km.

    Größenskala 11: Kantenlänge 1 Mio km: Der Erdenmond ist ca. 384 000 km von der Erde entfernt. Wir können ab hier in der Einheit Lichtjahre rechnen. Der Mond ist 1,28 Lichtsekunden entfernt.

    Größenskala 12: Kantenlänge 10 Mio km: Die Sonne hat einen Durchmesser von ca. 1,39 Mio km und somit ein Ausmaß von ca. 4,5 Lichtsekunden.

    Größenskala 13: 100 Mio km Kantenlänge: Die Erde hat in ihrer gesamten Umlaufbahn um die Sonne einen Radius von 300 Mio km. Die Sonne ist 150 Mio km und somit 8,3 Lichtminuten entfernt.

    Größenskala 14: 1 Mrd km Kantenlänge. Das Licht benötigt nun bereits 1 Stunde um 1,1 Mrd km zurückzulegen. Ich hätte nun bereits die Umlaufbahn des Mars um die Sonne sowie den Asteroidengürtel, der bis zu 900 Mio km von der Sonne entfernt ist, erreicht.

    Größenskala 15: 10 Mrd km: Der Sonnenwind, welcher interstellare Massen verdrängt, wird nun bereits schwächer. Auch den Kuipergürtel hätte ich bereits erreicht. Das Licht braucht bereits ca. 8 Stunden, um die Strecke der 10 Milliarden km Kantenlänge zurück zu legen. Die beiden Voyager- Sonden sind derzeit ca. 22 Milliarden km von der Sonne entfernt. Sie entfernen sich mit ca. 540 Millionen km im Jahr und mit 15 km /Sekunde Geschwindigkeit von uns weg (Stand 2019). 5 Lichtsekunden täglich werden die Sonde bis 2026 einen Lichttag von der Sonne entfernt haben.

    Größenskala 16: 100 Mrd km: Ich passiere die Heliopause, die Grenze von der Sonnenbeeinflussten Zone in den interstellaren Raum. Diese liegt bei ca. 16,7 Lichtstunden. Die Kantenlänge im Beispiel beträgt bereits ca. 4 (3,86) Lichttage.

    Größenskala 17: 1 Billion km: 38,6 Lichttage sind umgerechnet 2,6 Billionen km

    Größenskala 18: 10 Billionen km: 1 Lichtjahr beträgt umgerechnet 9,460 Billionen km oder 63 241 Astronomische Einheiten (AE). Eine AE ist die Entfernung zwischen Sonne und Erde (150 Mio km). Astronomen rechnen ein Lichtjahr in 0,306….. Parsec um (siehe Bogensekunde). Wissenschaftler vermuten dass der Einflussbereich des Sonnensystems bis zur vermuteten Oortschen Wolke (benannt nach dem Wissenschaftler Jan Hendrik Oort), in 1,5 bis 3 Lichtjahren reicht. Dort wird die Sonne vermutlich von astronomischen Objekten (z.B. Kometen) umkreist. Vorbeiziehende Nachbarsterne können vermutlich Kometen aus der Oortschen Wolke so stark beeinflussen, dass sie in Richtung Sonne abgelenkt werden. In der nächsten Größenskala sind bereits mehrere Nachbarsterne der Sonne enthalten.

    Größenskala 19: 100 Billionen km oder 10 Lichtjahre: Proxima Centauri ist der uns nächstgelegene Stern in einer Entfernung von ca. 4,24 Lichtjahren. Es handelt sich um ein Doppelsternsystem mit dem Stern Alpha Centauri. Das Sonnensytem hat einen Einflussbereich von ca. 3 Lichtjahren, bevor Nachbarsterne eine stärkere Gravitation (Anziehungskräfte) auf astronomische Objekte auswirken.

    Größenskala 20: 100 Lichtjahre oder 1 Billiarde km: Die Lokale Flocke ist eine ca. 30 Lichtjahre große Wolke aus interstellarer Materie, die derzeit von der Sonne und ihrem System durchwandert wird, wobei die Sonne selbst durch ihre Heliosphäre von den meisten Teilchen der Lokalen Flocke abgeschirmt wird. Die Lokale Flocke wiederum befindet sich innerhalb der Lokalen Blase, einer Region der Milchstraße mit wenig interstellarer Masse. Das Sonnensystem durchquert die Lokale Flocke seit ca. 100.000 Jahren und wird sie voraussichtlich in 10.000 bis 20.000 Jahren wieder verlassen. Durch ihr magnetisches Feld und den Sonnenwind erzeugt die Sonne eine Heliosphäre, mit der sie die Auswirkungen der Lokalen Flocke weitgehend aber nicht vollständig abschirmt (Beachte irdischer Klimawandel). Sobald das Sonnensystem die Lokale Flocke verlassen wird, wird sich das Umfeld der Sonne wesentlich ändern. Beschrieben wird das im nächsten Absatz.

    In der Lokalen Flocke befinden sich bei variierender Teilchendichte durchschnittlich 0,3 Atome pro Kubikzentimeter. Die Temperatur der Teilchen in der Wolke beträgt etwa 6000 Kelvin. Die Lokale Blase dagegen hat nur eine Dichte von 0,001 Atomen pro Kubikzentimeter, bei einer Temperatur von etwa 1 Million Kelvin. Zum Vergleich: Ein irdischer Wassertropfen in der gleichen Größe hat mehrere Trillionen Atome pro Kubikzentimeter.

    Größenskala 21: 1000 Lichtjahre: Die Lokale Blase hat eine Ausdehnung von ca. 210-815 Lichtjahren. Sie wurde bei Skala 20 bereits grob beschrieben. Es handelt sich um die Überreste einer Supernova, welche vor allem aus Wasserstoff bestehen.

    Größenskala 22: 10 000 Lichtjahre: Die Sonne befindet sich auf einem Nebenarm der Milchstraße, dem Orion – Seitenarm, welcher ca. 10 000 Lichtjahre Länge hat. In diesem Orionarm befindet sich unter anderem der „Gouldsche Gürtel“, welcher aus einer größeren Gruppe junger Sterne besteht. Dieser ist ca. 2000 Lichtjahre lang und 200 Lichtjahre hoch, und er hat grob gesehen eine nahezu elliptische Form. Die Lokale Blase aus der Größenskala 21 durchwandert diesen Gürtel derzeit. Die Sonne selbst ist zu alt, als dass sie einer der Sterne sein könnte die mit der besagten Gruppe junger Sterne entstanden ist.

    Größenskala 23: 100 000 Lichtjahre. Ich erweitere erneut die Kantenlänge meines Models auf das 10 fache. Die Wissenschaftler mussten 2018 eine ihrer Annahmen korrigieren, da die Milchstraße nicht wie bislang angenommen eine Ausdehnung von ca. 100 000 Lichtjahren, sondern eine Ausdehnung von nunmehr 180 - 200 000 Lichtjahren haben soll. Die Milchstraße wird seit ca. 4- 5 Jahren von der Raumsonde namens Gaja genauer vermessen. Das Beispiel der neuen Daten der Milchstraße macht deutlich, wie vage die bislang veröffentlichten Weltraumdaten in solchen Größenordnungen sind, und dies auch noch für einige Zeit so bleiben. Im alten Modell der Milchstraße hätten wir diese insgesamt in dieser Größenskala abbilden können, nunmehr befüllt die Milchstraße mit den neuen Daten ca. die 4 fachen Ausmaße dieser Größenordnung

    Größenskala 24: 1 Mio Lichtjahre: Man könnte die Milchstraße mit ihren neuen Daten von bis zu 200 000 Lichtjahren Ausdehnung ziemlich genau 25 mal in einer Fläche von 1Mio x 1 Mio Lichtjahren unterbringen. Bei der Vorstellung eines Quadrats von dieser Kantenlänge könnte man diese 25 Milchstraßen von der Grundfläche ca. 1000 Mal aufeinanderstapeln, bis man die entsprechende Höhe dieser Größenskala erreicht hat.

    Der gravitative Einflussbereich der Milchstraße reicht bis in eine Entfernung von ca. 1,64 Mio Lichtjahren. Dies vermuten Wissenschaftler deswegen, weil die Milchstraße ähnlich wie ein Kannibale sich immer wieder sogenannte Satellitengalaxien „einverleibt“ diese also in ihrem sogenannten „Halo“ aufnimmt. Hierbei handelt es sich um deutlich kleinere Galaxien im Umfeld der größeren Milchstraße.

    Noch haben wir 4 Größenskalen vor uns. Wir könnten das riesige Quadrat dieser Größenskala also 1 Billion mal nebeneinander, übereinander und aufeinander legen um die größte Skala zu erreichen welche die gesamten Ausmaße unseres Universums beschreiben soll. Die Größe der Milchstraße ist somit eigentlich nichts nennenswertes, wenn man unser sichtbares Universum beschreibt.

    Größenskala 25: 10 Mio Lichtjahre: Man sieht in dieser Skala die Lokale Gruppe, welche aus mindestens 60 Galaxien besteht. Neben der Milchstraße ist die nächst- größte Galaxie dieser Gruppe die Andromedagalaxie, von größerem Ausmaß ist auch der Dreiecksnebel (welcher unter anderem ein sehr großes Sternenentstehungsgebiet hat) zu nennen. Benannt sind auch oftmals die Satellitengalaxien, die Kleine und die Große Magellansche Wolke.

    Die Andromedagalaxie hat eine Ausdehnung von ca. 140 000 Lichtjahren und befindet sich in einer Entfernung von ca. 2,5 Mio Lichtjahren. Sie steuert auf die etwas größere Milchstraße (neueste Erkenntnisse aus 2018 wonach die Milchstraße größer ist) zu, und wird sich voraussichtlich in mehreren Milliarden Jahren mit der Milchstraße vereinen. Was hierbei genau passieren wird fällt in den Bereich von reinen Spekulationen und Computersimulationen, die bis heute mit falschen Daten der Milchstraße erstellt wurden (zumindest wurden seit 2018 keine neuen Erkenntnisse veröffentlicht). Die Erde wird es bis zu dem Zeitpunkt des Zusammenpralls (der Entstehung von Milkomeda) vermutlich sowieso nicht mehr geben, zumindest wird sie für Lebewesen bis dahin keinesfalls mehr bewohnbar sein.

    Das Quadrat dieser Größenskala können wir immer noch 1 Million mal nebeneinander und übereinander stapeln, um zu versuchen die Größe des gesamten Universums zu erfassen.

    Größenskala 26: 100 Mio Lichtjahre. Würde jemand aus dieser Entfernung auf unsere Erde schauen, dann würde er einen Planten sehen, welcher von Dinosauriern bewohnt ist, denn das Licht bräuchte eben diese 100 Millionen Jahre, um die Strecke zum Beobachter zurück zu legen.

    In dem Modell würde der Virgohaufen, eine riesige Ansammlung von Galaxien, zu der auch die Milchstraße gehört, zu sehen sein. Er hat ein Ausmaß von ca. 10 Mio Lichtjahren und wird gravitativ von der „Großen Mauer“ bzw. dem „Großen Attraktor“ beeinflusst und zu diesem angezogen.

    Größenskala 27: 1 Milliarde Lichtjahre: Zu sehen wäre der Virgo-Superhaufen, welcher abgeflacht in Scheibenform ca. 150 -200 Mio km Ausdehnung hat. In diesem Virgo-Superhaufen befinden sich ca. 200 andere Haufen, unter anderem der Virgohaufen, welcher in Skala 26 beschrieben ist.

    Die Milchstraße ist ca. 54 Mio Lichtjahre vom Virgo-Superhaufen entfernt und wandert auf diesen zu. Der Virgo Superhaufen selbst rast mit einer Geschwindigkeit von ca. 600 km/Sekunde auf seinen nächsten ebenbürtigen Nachbarn zu, dem „Hydra - Centaurus-Superhaufen“

    Der Virgo Superhaufen und andere Superhaufen sind widerum auf dem Weg zur „Großen Mauer“, einer riesigen Ansammlung von geballter Materie, die eine Art Mauer (stehende Wand) bildet. Darüber hinaus wandert der Virgo Superhaufen mit Unmengen von anderer Materie auch zum „Großen Attraktor“ über den es in den Medien nur spekulative Vermutungen gibt. Vermutungen besagen, dass die gesamte Materie der Umgebung in solchen Größenskalen auf diese unbekannte „Attraktivität“ zu wandert. Der Große Attraktor befindet sich in ca. 200 Mio Lichtjahren Entfernung

    In der Größenskala 1 Milliarde Lichtjahre ist auch eine übergeordnete Sturktur erkennbar, über die die Wissenschaft seit 2014/2015 öffentlich berichtet. Hierbei handelt es sich um „Laniakea“. Bei Laniakea handelt es sich um den lokalen Groß-Supergalaxienhaufen. Er umfasst etwa 100.000 Galaxien, darunter die Milchstraße. Seine Ausdehnung beträgt 520 Millionen Lichtjahre bzw. 160 Megaparsec.
    In der vorliegenden Skala könnten wir in 700 000 Lichtjahren Entfernung den „Sharpley Superhaufen“ (bennannt nach Harlow Sharpley) betrachten. Dieser ist ebenfalls sehr groß. Seine Masse und Anziehung beeinflusst auch die Wanderung der Milchstraße durch den Weltraum.

    In der betrachteten Größenskala würde Laniakea in seiner größten Ausdehnung noch deutlich mehr als 100 Mal nebeneinander in der Karte des Universums passen, von der Breite her vermutlich mehrere Tausend Mal. Laniakea besteht aus einer Art Fadenstruktur und ist selbst Teil der Filamentstruktur, welche die größte uns bekannte Struktur im Universum ist (Filament = Lateinisch Faden). Es handelt sich hierbei um das „Kosmische Netz“. Galaxienhaufen und Superhaufen bilden in dieser Netzstruktur die Knotenpunkte (man stelle sich hier z.B. ein Fischernetz vor, welches sich im Wasser unförmig bewegt).

    Zu erwähnen ist in dieser Größenordnung noch, das in nahezu entgegen gesetzter Richtung des Großen Attraktors sich ein riesiges Void (englisch = Leere/ Loch) namens „Eridanus Supervoid“ befindet. Dieses hat eine Ausdehnung von bis zu 1 Milliarden Lichtjahren. Aus dieser Richtung des Voids haben die benannten Strukturen, in denen sich unsere Milchstraße befindet (Virgo /Virgo – Superhaufen usw.), weniger Anziehungskraft, als aus Richtung des Großen Attraktors. Wissenschaftler haben bereits vermutet dass dies dazu führt, dass die Bewegung zum Großen Attraktor mehr von der abstossenden Wirkungs des Voids resultiert, als von der Anziehungskraft des Großen Attraktors. Dies schließen die Wissenschaftler daraus, dass die Materie nicht kerzengerade auf den Großen Attraktor zu steuert.

    Die vorliegende Größenskala als Würfel vorgestellt müssen wir noch genau 92 mal nebeneinander , übereinander und aufeinander legen, um die etwaige Größe des für uns sichtbaren Universums erfassen zu können. Den hier erfassten Raum in Form eines Würfels könnte es noch ca. 500 000 bis 1 Million Mal innerhalb des für uns sichtbaren Universums geben. Hierbei ist zu beachten, dass uns nicht bekannt ist, ob das Universum unendlich ist, kreisrund, quadratisch, scheibenförmig oder gar geformt ist wie ein Reitersattel oder wie eine Fahne im Wind.

    Größenskala 28: 10 Milliarden Lichtjahre. Zu sehen sind Filamente (Fadenartige Netzstrukturen) mit Zentren an den Knoten und sehr großen Leeräumen (Voids). Laniakea ist eine kaum noch erkennbare Struktur mit 520 Mio Lichtjahren maximaler Ausdehnung und in einen der „Filamentnetzknoten“ integriert

    Größenskala 29: 100 Milliarden Lichtjahre: Unser sichtbares Universum beträgt 46 Mrd Lichtjahre auch in entgegengesetzten Richtungen, somit etwas mehr als 92 Milliarden Lichtjahre. Was außerhalb unseres Universums ist oder sein könnte, das kann auch im Ansatz nicht seriös erklärt werden. Hollywood dreht Filme über eine Matrix (Parallelwelt) oder auch sogenannten „Multiversums“, in denen unser sichtbares Universum eine Art Luftballon in der Gruppe von Luftballons sein könnte.

    Schlussendlich würden wir eine Menge von ca 1 Quattuordezillion Wüfeln benötigen, um die Größenskala 29 quadratisch auszufüllen. Das ist in anderen Worten ausgedrückt eine 10 gefolgt von 84 Nullen.

    Oberflächlich grafisch verdeutlicht = www.galaxies3d.org und hier etwas erklärt https://www.youtube.com/watch?v=9WBwbVOUqp0
    Geändert von neuerneuer (30.08.19 um 22:39 Uhr)

  8. #28
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    Die Allianz Arena in München misst in der Außenhülle 258 m x 227 m x 50 m (Bruttorauminhalt). Da die Milchstraße jüngsten Schätzungen aus dem Jahr 2018 zu Folge einen Durchmesser von bis zu 200 000 Lichtjahren hat, würde im Stadion jeder Meter einer Distanz von fast 1000 Lichtjahren entsprechen (Vermutlich wäre die Außenhülle der Allianz-Arena im besagten Vergleich ca. 15-20 Prozent zu groß. Erst vor kurzem verdoppelten jedoch die Wissenschafter den angenommenen Durchmesser der Milchstraße anhand neuester Messdaten).

    Die Lokale Blase, in der sich das Sonnensystem derzeit befindet, hätte im Stadion eine Größe von ca. 30 cm, wäre also deutlich kleiner wie ein Handball. Die sich innerhalb der lokalen Blase befindliche Lokale Flocke, welche die Sonne derzeit durchwandert, hätte eine Größe von ca. 3 cm, das entspricht in etwa einer 2 Euro-Münze. Der gesamte Einflußbereich unserer Sonne, nämlich die vermutlich vorhandene Oortsche Wolke, hätte im Stadion die Größe eines Stecknadelkopfes mit ca. 3 Millimetern. Der Stecknadelkopf würde auf dem Spielfeld im Stadion den Anstoßpunkt in ca 30 Meter Entfernung umkreisten. So eine Umrundung des galaktischen Zentrums durch das Sonnensystem dauert in Wirklichkeit ca. 225 Millionen Jahre. Dieser Zeitraum trägt den Namen "Galaktisches Jahr". Demnach ist die Sonne derzeit auf ihrer 20. sten Runde und kurz vor ihrem 20. Geburtstag.

    Die Stecknadel, welche im Beispiel das gesamte Sonnensystem darstellt, würde man in der Allianz-Arena sehen. Aber wie groß wäre die Erde in dieser sichtbaren Stecknadel darstellbar? Falls die Erde so groß wäre wie eine kleine Perle, dann müssten wir ca. 700 Millionen Perlen in einer Perlenkette aufreihen und diese Kette einmal um die eigene Achse kreisen (Rotieren) lassen, um die Größe der Erde in der Stecknadel des Beispiels zu beschreiben - eine nahezu irrsinnige Vorstellung, welch winziger Teil der Stecknadel die Erde wäre, und in welchem riesigen Raum diese Stecknadel sich im Stadion befindet.

    In unserem Beispiel wäre die ca. 20 Prozent kleinere Andromedagalaxie ca. 2,5 km von der Allianz-Arena entfernt und würde auf diese zusteuern. In mehreren Millionen Jahren würden beide Stadien miteinander verschmelzen.

    Im beschriebenen Maßstab könnte man die Allianz-Arena ca. 450 000 mal nebeneinander bauen, um damit einmal unser sichtbares Universum zu durchqueren (natürlich müsste man auch ca 20 Millionen Mal übereinander bauen, um das sichtbare Universum zu beschreiben). Insgesamt würde die Allianz Arena (die Milchstraße) ca 1 Trillion Mal im Bereich des sichtbaren Universums gebaut werden können.

    Stellt man sich nun das sichtbare Universum so groß wie die gesamte Allianz-Arena vor (mit Aussßhülle des Stadions), dann wäre unsere Milchstraße in ihrer maximalen Ausdehnung ca. 5 mm groß und im Größenverhältnis in etwa so flach wie eine Münze, in Zahlen 0,02 mm.
    Geändert von neuerneuer (10.10.19 um 12:29 Uhr)

  9. #29
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    krasser Vortrag. Ab 23:12 Minuten dreht der Herr Lesch so richtig auf. Natürlich weiß auch er nix genaues, aber das ist der heutige Stand der Wissenschaft in verständlichen Worten/Bildern vermittelt.

    49:05 tektonik

    https://www.youtube.com/watch?v=ONVUrG1pcuw
    Geändert von neuerneuer (19.11.19 um 22:43 Uhr)

  10. #30
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    Corona - Ansichten eines Laien

    Der Beitrag wurde stark gekürzt weil er nicht mehr der Aktualität entsprach (01.05.2020).

    Informationen aus den Medien:

    Link 1: Weltzähler mit Grafiken, Link 2: Stündlich aktualisiert, auch Daten Europa/Weltweit, Link 3: Landkreise aktualisiert im Ranking,
    Link 4: Länder gut sortierbar - tabellarisch, Link 6 = Robert Koch Institut. 7 = Zeit.de für Deutschland - vorerst mein Favorit für Infos.

    Live - Corona- Weltzähler https://www.youtube.com/watch?v=qgylp3Td1Bw

    Tagesaktueller Zähler - mit Werten für Europa sowie der Bundesländer https://interaktiv.morgenpost.de/cor...land-weltweit/

    Landkreise einzeln abrufbar- mehrmals täglich aktualisiert https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...nd-landkreise/

    Länderübersicht mit Sortierfunktionen, tabellarisch https://www.worldometers.info/coronavirus/

    Pandemien haben die Weltgeschichte schon bei den antiken Griechen sowie den Römern wesentlich beeinflusst. Übersicht findet sich unter:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_..._und_Pandemien

    Infizierungen und Todesfälle nach einzelnen Landkreisen - Robert- Koch Institut (RKI) https://experience.arcgis.com/experi...4/page/page_1/

    29.03.2020- zeit .de machts für mich wieder so ziemlich am besten für deutsche Zahlen- Hut ab https://www.zeit.de/wissen/gesundhei...epidemie-karte


    Was könnte sich ändern?

    - Reiseverhalten der Bürger und Firmen, Automobilbranche wird sehr stark getroffen- Deutschland ist ein Autobauerland mit vielen Zulieferern
    - Sozialverhalten - Soziale Kontakte zu Mitmenschen (Fremde/Familie/Kollegen/Freunde/Fernbeziehungen/transatlantische Bekanntschaften).
    - massive Einschnitte in der Wirtschaftsleistung (Sterben von Einzelhandel/ Verarmung von Innenstädten).
    - drohende Finanzkrise - Ausmaß kann im März 2020 noch nicht ansatzweise abgeschätzt werden, es wird eine harte Delle geben.
    - Arbeitsplätze werden verschwinden - andere entstehen - das Verhältnis ist noch nicht abschätzbar.
    - Immoblilienpreise: Tendenz eher abwärts - Standortfaktoren könnten insgesamt noch gewichtiger werden, sich aber auch verändern.
    - Politisch: die Leute suchten in der Not immer festen Halt, auch in Form von Strohhalmen - das wird sehr schwer berechenbar.
    - Schulbildung: kann man Kindern verweigern das Klassenziel zu erreichen - auch falls zuhause kein PC/kein Internet verfügbar ist? Unis?
    - Klima: Fraglich ist ob die Emissionen sinken können, wenn immer mehr Internetnutzung stattfindet (Schule/Filme+Nachrichten streamen)?
    - Zur Weihnachtszeit rücken Familien zuhause enger zusammen und es gibt mehr Konflikte - was passiert bei Ausgangs- Einschränkungen?
    - Kinder bewegen sich weniger wenn sie zuhause sind. Sie werden derzeit auf elektronische Medien getrimmt - übertrimmt? Übergewicht?
    - Ältere Menschen sind derzeit besonders gefährdet/Hilfsbedürftig - wie wird sich das während der Krise der Umgang mit ihnen entwickeln?
    - Chancen für Menschen die heute wenig Chancen haben - verschiedene "alte Zöpfe" könnten fallen- neue Trends (Beruf/Finanzen/Länder)?
    - Wer ein wenig pfiffig ist, kann sich ggf. alleine durch Herstellung/Vermarktung/Handel mit Masken zum "Selfmade-Millionär" machen.
    - Der Handel an der Börse ist riskant, kann jedoch zu enormem Vermögen führen (Hedgefonds/Microsoft/Apple/Gilead Science/Gates Jünger).
    - Die Wirtschaftsleistung fällt rasant schnell. Sie wird nur langsam wieder ansteigen wenn die Pandemie vorbei ist.
    - Gaststätten und Bedienstete sind teilweise sofort ohne Einkommen- Saisonarbeiter teilweise nicht in Sozialkassen (auch Schwarzarbeiter).
    - kommende Massendemonstrationen wegen menschlichem Einfluss auf dem Globus (Labore/Umwelt/Tierwelt). Auch Finanzsystem.
    - nach Schiffbruch könnten Produktionen wieder in die EU zurück verlagert werden. Medikamente , Ausrüstung bis zu Kleinteilen/Solarzellen.
    - die Geldgierigen (auch die Politik ist dick dabei) - hat sich verzockt. Nun heult man, weil die Welt doch so böse sei - das war "verspekuliert".
    - die Politiker prollen weltweit stolz, wie viel Steuern sie dem Bürger abkassieren. Sie verteilen üppig über den Globus. Der Wähler ist gefragt.
    - sofern es sich um einen Kampfstoff aus einem Labor in China handelt - Deutschland ist beim Waffenhandel global dick dabei (M und AKK).

    Wonderland Deutschland:

    - Die Bazooka von Herrn Olaf Scholz speit viele Milliarden aus - es wird momentan noch keine Ladehemmung befürchtet
    - Nachtragshaushalt: 156 000 000 000 Euro Neuverschuldung im Jahr 2020 geplant - Ein Sonderbudget wegen der Krise
    - 1 200 000 000 will Deutschland zu den 7, 6 Billionen beisteuern, welche vor allem für die Entwicklung eines Imfstoffes ausgegeben werden.
    - Wirtschaftsstabilisierungsfonds und Steuerausfälle werden zwar hochgerechnet, sind aber noch nicht seriös zu beziffern (Mai 2020).
    - Beachten sie stets die Hinweise des Robert-Koch Institutes- Der Chef des obersten Chefs des RKI ist der Gesundheitsminister Spahn.

    In der Diskussion sind Themen wie Militärausgaben, Waldrettung und Klimawandel noch auf den Nägeln brennend. Insgesamt spricht man da wohl von mindestens 3 Billionen Euro Belastung in den nächsten Jahren (Bei 40 Mio Steuerzahlern macht das dann ca. 80 000 Euro pro Steuerzahler).
    Dazu die Zeitschrift Capital.de am 22.04.2020: In keinem Land der Welt hilft der Staat seinen Bürgern und Unternehmen so sehr wie in Deutschland. Der Rettungsschirm summierte sich laut IWF zuletzt auf 34,0 Prozent des BIP. Damit lag die Bundesrepublik knapp vor Italien auf Platz eins. Die Bundesregierung setzte dabei klar auf Kredite, Finanzspritzen und staatliche Garantien über die KfW. Diese Art der Corona-Hilfen entsprach dem Bericht zufolge 29,6 Prozent des BIP. Weitere 4,4 Prozent kamen durch Steuererleichterungen und höhere Ausgaben zusammen.
    Geändert von neuerneuer (01.05.20 um 21:31 Uhr)

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