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Thema: Heute können wir unsere DSO-Welten nicht betreten- wir sind also nur in der richtigen Welt!

  1. #11
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    Zwischenzeitlich, ca um 100 n. Chr., hatten sich ehemalige Anhänger des Judentums, die jedoch mehrheitlich nicht Jüdischer Herkunft waren, als Christen vom Judentum abgespalten und verschiedenes aus der römischen Kultur angenommen. Der Ursprung der Christen kam jedoch aus dem Judentum, so vor allem auch der Glaube an den einen Gott (entgegen der vielen Götter der Römer). Erst viele Jahre später, ca. 380 n. Chr., wurde das Christentum im gesamten römischen Reich anerkannt. Zuvor hatte es auch gegen Christen zumindest vereinzelt römische Verfolgungen gegeben.

    Wikipedia zum Start des Christentums: Die Wurzeln des Christentums liegen im Judentum im römisch beherrschten Israel zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Es geht zurück auf die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazaret. Mit dem Judentum ist das Christentum insbesondere durch den ersten Teil seiner Bibel verbunden, der den jüdischen heiligen Schriften des Tanach entspricht und im Christentum Altes Testament genannt wird. Ohne das Alte Testament wäre der christliche Glaube geschichtslos und bliebe unverständlich. Christen lesen die Texte des Alten Testaments allerdings von Jesus Christus her und auf ihn hin (christologische Interpretation). Das Christentum verbreitete sich in kurzer Zeit im Mittelmeerraum.

    Der Untergang des Römischen Reiches im Westen ist ein viel diskutiertes Thema der Altertumswissenschaft. Es geht um die Gründe für den allmählichen Niedergang des Weströmischen Reiches, das mit der Absetzung des weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 (bzw. mit dem Tod des letzten von Ostrom anerkannten Kaisers Julius Nepos im Jahr 480) endete, wobei höchst unterschiedliche Theorien entworfen wurden und werden. Zentral ist hierbei vor allem die Frage, ob primär innere Faktoren (z. B. strukturelle Probleme, angebliche Dekadenz, religiöse und soziale Umbrüche, Bürgerkriege) oder der Druck durch äußere Angreifer (Germanen, Hunnen, Perser) für die Entwicklung verantwortlich zu machen sind.

    Mohamed, der islamische Prophet und Gesandte Gottes, wurde 570/573 in Mekka geboren. Er pflegte alljährlich einen Monat auf dem Berg Hira in der Nähe von Mekka zu verbringen, um dort Buße zu tun. Gegen 610 soll ihm nach eigenem Bekunden der Erzengel Gabriel (arabisch „Dschibril“) erschienen sein. Aus den Inhalten dieser Begegnungen wurde der Koran niedergeschrieben. Demnach sind alle Nichtmuslime im Sinne des Korans = Ungläubige. Sure 9: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – kämpft gegen sie, bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!“ . Sure 9 und die darauf folgenden Verse fordern vor dem historischen Hintergrund der Ereignisse des Jahres 630 dazu auf, auch die Christen zu bekämpfen, bis sie tributpflichtig werden.

    Die islamische Expansion bezeichnet die Eroberungspolitik der Araber von der Mitte der 630er Jahre an bis ins 8. JH. In den 630er Jahren begann der Angriff der Araber auf das Oströmische bzw. Byzantinische Reich und das neupersische Sassanidenreich, wobei beide Großmächte von einem langjährigen Krieg gegeneinander stark geschwächt waren. Die Oströmer verloren 636 Palästina und Syrien, 640/42 Ägypten und bis 698 ganz Nordafrika an die Araber.

    Al-Hakim (6. Kalif, Muslimisch) zerstörte 1009 die Grabeskirche in Jerusalem, eines der größten Heiligtümer des Christentums. in der Reaktion begannen die christlichen Kreuzzüge. Die Kreuzzüge waren von der Lateinischen Kirche sanktionierte, strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert. Im engeren Sinn wurden sie gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten gerichtet. Im 13. Jh. wurden die Kreuzzüge auch auf andere militärische Aktionen ausgeweitet, deren Ziel nicht das Heilige Land war. In diesem erweiterten Sinne werden auch die Feldzüge gegen nicht christianisierte Völker wie Wenden, Finnen und Balten, gegen Ketzer wie die Albigenser und gegen die Ostkirche dazu gezählt. Vereinzelt haben Päpste sogar zu Kreuzzügen gegen christliche politische Gegner aufgerufen.

    Nachdem ein Kreuzfahrerheer von Pabst Urban im 1. Kreuzzug 1099 Jerusalem erobert hatte, wurden insgesamt vier Kreuzfahrerstaaten gegründet. Infolge ihrer Bedrohung durch die muslimischen Nachbarstaaten wurden weitere Kreuzzüge durchgeführt (2. Kreuzzug), die aber eher erfolglos blieben. Das Königreich Jerusalem erlitt 1187 in der Schlacht bei Hattin eine schwere Niederlage. Auch die Stadt Jerusalem ging wieder verloren.

    Der dritte Kreuzzug endete 1192 mit einem Friedensvertrag, ohne dass die Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern erobert worden wäre.

    Der Vierte Kreuzzug von 1202 bis 1204, an dem hauptsächlich französische Ritter sowie venezianische Seeleute und Soldaten beteiligt waren, hatte ursprünglich die Eroberung Ägyptens zum Ziel. Trotz heftiger Einwände des Papstes und gänzlich dem Kreuzzugsgedanken zuwider wurde stattdessen das christliche Konstantinopel eingenommen und geplündert. Das Ereignis vertiefte die sich ohnehin bereits abzeichnende Spaltung von griechisch-orthodoxem Osten und römisch-katholischem Westen.

    Der Kreuzzug Friedrichs II. war der Kreuzzug des römisch-deutschen Kaisers Friedrich II. nach Jerusalem in den Jahren 1228 bis 1229. Er wird häufig als Abschluss des Kreuzzugs von Damiette betrachtet und entweder mit diesem gemeinsam als Fünfter Kreuzzug, oder als separater Sechster Kreuzzug gerechnet – die Zählung der nachfolgenden Kreuzzüge verschiebt sich dann entsprechend.

    Der sechste Kreuzzug war eine große bewaffnete Pilgerfahrt des französischen Königs Ludwig IX. von Frankreich, die im August 1248 begann und im April 1254 scheiterte. Der Kreuzzug hatte eine Entlastung der christlichen Kreuzfahrerstaaten sowie die Rückgewinnung von Jerusalem, das 1244 wieder an die Muslime gefallen war, zum Ziel.

    Der Siebte Kreuzzug war eine „bewaffnete Pilgerfahrt“ im Jahr 1270, die nach nur wenigen Monaten nach einer erfolglosen Belagerung von Tunis und dem Tod ihres Anführers, König Ludwig IX. von Frankreich, endete. Ursprüngliches Ziel des Kreuzzuges war eine Entlastung der in Bedrängnis geratenen Kreuzfahrerstaaten, die sich seit 1263 unablässiger Angriffe seitens des ägyptisch-syrischen Mamelukensultans as-Zahir Baibars ausgesetzt sahen und schon mehrere Burgen und Städte an ihn verloren hatten.

    Die Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 durch ein etwa 80.000 Mann starkes Belagerungsheer des osmanischen Sultans Mehmed II. (islamisch) beendete das oströmische Byzantinische Reich und damit endgültig die Römerzeit. Die Eroberung Konstantinopels markiert zugleich den endgültigen Aufstieg des Osmanischen Reiches zur Großmacht.

    Die Erste Wiener Türkenbelagerung im Jahre 1529 war ein Höhepunkt im Krieg dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Osmanische Truppen schlossen unter dem Kommando von Sultan Süleyman I. dem Prächtigen Wien ein, das damals Hauptstadt der Habsburgischen Erblande und eine der größten Städte Mitteleuropas war. Unterstützt von anderen Truppen des Heiligen Römischen Reichs konnten sich die Verteidiger behaupten.

    Eine zweite türkische Belagerung Wiens fand 1683 statt und endete ebenfalls erfolglos. Wien war damals das Tor in den Westen für die Muslimischen Eroberungszüge. Mitteleuropa entging seiner Muslimisierung haarscharf und nur durch vereinte Kräfte.
    Geändert von neuerneuer (03.02.19 um 23:02 Uhr)

  2. #12
    Wuseler Avatar von twoFaces
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    So soll die richtige Welt, das sichtbare Universum, aussehen: Ca. 92-93 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser- vermutlich ist es noch deutlich größer als wir Menschen es heutzutage beobachten können
    jo
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/e.../22835074.html
    Wenn eine physikalische Konstante zwei Werte annimmt, ist das ein Problem. Dem Kosmos selbst scheint es zwar egal zu sein, doch die Kosmologen verzweifeln.
    der Stein der Weisen hat verdammt viel Ähnlichkeit mit dem Stein der Narren.

  3. #13
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    Als Schwarzer Tod wird die große europäische Pandemie zwischen 1346 und 1353 bezeichnet, die geschätzte 25 Millionen Todesopfer – ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung – forderte. Als Auslöser gilt eine Variante des Pesterregers Yersinia pestis, was in der Vergangenheit verschiedentlich angezweifelt worden war. Spätestens seit 2011 eine internationale Forschergruppe ihre Ergebnisse über die Entschlüsselung des Erbguts des damaligen Pesterregers publizierte, ist gesichert, dass es sich bei dem damaligen Erreger um Yersinia pestis handelte.

    Die Pandemie trat nach heutigem Wissensstand zuerst in Asien auf und gelangte über die Handelsrouten nach Europa. In Messina nahm der durch die vor allem bei Seeleuten aufgetretene und übertragene Infektion ausgelöste Seuchenzug seinen Anfang. Manche Landstriche wurden weitgehend entvölkert, während andere Regionen von der Seuche verschont blieben oder nur gering betroffen waren. Für das Gebiet des heutigen Deutschland wird geschätzt, dass jeder zehnte Einwohner infolge des Schwarzen Todes sein Leben verlor. Hamburg, Köln und Bremen zählten dabei zu den Städten, in denen ein sehr hoher Bevölkerungsanteil starb. Sehr viel geringer war dagegen die Anzahl der Todesopfer im östlichen Gebiet des heutigen Deutschland.

    Die sozialen Auswirkungen des Schwarzen Todes reichten sehr weit: Juden gerieten in den Verdacht, durch Giftmischerei und Brunnenvergiftung die Epidemie ausgelöst zu haben. Dies führte in vielen Teilen Europas zu Judenpogromen und einer Auslöschung jüdischer Gemeinden. Selbst da, wo geistliche oder weltliche Herrscher dies zu verhindern versuchten, war ihr Autoritätsverlust durch die sozialen Verwerfungen infolge der Epidemie so groß, dass es ihnen in der Regel nicht gelang.


    Reformation bezeichnet im engeren Sinn eine kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1648, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen (katholisch, lutherisch, reformiert) führte.

    Die Reformation wurde in Deutschland überwiegend von Martin Luther, in der Schweiz von Huldrych Zwingli und Johannes Calvin angestoßen. Ihr Beginn wird allgemein auf 1517 datiert, als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben soll, aber ihre Ursachen und Vorläufer reichen weiter zurück. Als Abschluss wird allgemein der Westfälische Frieden von 1648 betrachtet.

    Anfänglich war die Bewegung ein Versuch, die römisch-katholische Kirche zu reformieren. Viele Katholiken in West- und Mitteleuropa waren beunruhigt durch das, was sie als falsche Lehren und Missbrauch innerhalb der Kirche ansahen, besonders in Bezug auf die Ablassbriefe. Ein weiterer Kritikpunkt war die Käuflichkeit kirchlicher Ämter (Simonie), die den gesamten Klerus in den Verdacht der Korruption brachte.

    Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa, der als Religionskrieg begann. In ihm entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene derjenige zwischen Kaiser und Katholischer Liga einerseits und Protestantischer Union andererseits.

    Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände offen ausbrach. Dieser richtete sich gegen die Rekatholisierungsversuche des böhmischen Königs aus dem Haus Habsburg, der zugleich römisch-deutscher Kaiser war. Insgesamt folgten in den 30 Jahren von 1618 bis 1648 vier Konflikte aufeinander, die von der Geschichtswissenschaft nach den jeweiligen Gegnern des Kaisers und der Habsburger Mächte als Böhmisch-Pfälzischer, Dänisch-Niedersächsischer, Schwedischer und Schwedisch-Französischer Krieg bezeichnet wurden.

    Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg in Deutschland. Seine Feldzüge und Schlachten hatten überwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches stattgefunden. Die Kriegshandlungen selbst, aber auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen verwüsteten und entvölkerten ganze Landstriche. In Teilen Süddeutschlands etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung. Nach den wirtschaftlichen und sozialen Verheerungen benötigten einige vom Krieg betroffene Territorien mehr als ein Jahrhundert, um sich von deren Folgen zu erholen. Da sich der Krieg hauptsächlich auf deutschsprachigen Gebieten abspielte, die bis heute noch Teil Deutschlands beziehungsweise der heutigen Bundesrepublik Deutschland sind, führten die Erfahrungen der Kriegszeit, nach Meinung von Experten, zur Verankerung eines Kriegstraumas im kollektiven deutschen Gedächtnis.
    Geändert von neuerneuer (03.02.19 um 23:04 Uhr)

  4. #14
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    hallo twoFaces:

    klasse Artikel wie ich finde. Der Mensch weiß angeblich bis heute noch nicht gesichert, ob sich das Universum kugelrund ausbreitet, oder ob es eine Form hat wie ein Pferdesattel, oder gar eine Form hat wie eine Fahne die im Wind weht. Mal abgesehen von "Eindellungen" die ein benachbartes Universum verursachen könnte (wie 2 Luftballons die zusammengedrückt werden). Ich hatte mich sehr auf eine Karte von "Gaia" gefreut und gehofft dass sie die Erkenntnisse etwas weiter führt. Nun das wieder, nix ist offenbar vollständig gesicherte Erkenntnis:-)

  5. #15
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    Ein Gedanke: würde man ein kariertes Blatt Papier im Format DinA2 nehmen und es wie in Schulheften üblich karieren, dann käme man auf ca 120 x 80 Kästchen Ausmaß (man nehme hierzu 4 Blätter kariertes DinA4 und lege sie Quadrat -ähnlich nebeneinander). Da die Milchstraße sich über ca. 100 000 Lichtjahre ausdehnt nehmen wir für unsere Vorstellung an, dass nicht wie wir es nun sehen ca. 120 mal 80 Kästchen sondern 100 mal 100 Kästchen vor uns liegen (man stelle sich an dieser Stelle ein quadratisches kleines Poster- Format vor). Von der Anzahl her sind es bei unserer Vorstellung in beiden Fällen in etwa gleich viele karierte Kästchen (9600/10000).

    Wenn wir uns nun vorstellen, daß das vor uns liegende Papier die Größe unserer Milchstraße hätte, dann entspricht jedes der Kästchen = 1000 Lichtjahren (in Wirklichkeit hat so ein Kästchen ca. 5 Millimeter Seitenlänge). Somit entspricht 1 Millimeter auf dem Papier umgerechnet = 200 Lichtjahren; 0,1 Millimeter entsprechen = 20 Lichtjahren. 0,01 Millimeter (10 Mikrometer/etwa ein Zehntel vom Durchmesser eines menschlichen Haares) entsprechen in diesem Beispiel somit 2 Lichtjahren. 10-25 dieser Größeneinheit Mikrometer messen übrigens in der Wirklichkeit auch die derzeit in unserer Umwelt vielbeachteten Feinstaubpartikel, welche unsere menschlichen Atemwege belasten können. Mit unserem bloßen Auge können wir diese Feinstaubpartikel nicht sehen. Auch einen Abstand zwischen der Sonne und Alpha Centauri könnten wir in diesem Maßstab mit bloßem Auge auf unserem Papier nicht sehen, denn in unserem Modell liegen zwischen der Sonne und dem nächstgelegenen Stern - Alpha Centauri - ca. 0,021 Millimeter. Auf unserem karierten Papier könnte dieser Abstand beider Sterne in jedem Kästchen ca. 250 mal nebeneinander eingezeichnet werden (und natürlich auch 250 mal untereinander). 

    Das Papiermodell macht in soweit keinen Sinn, denn wir können auf dem vor uns liegenden Papier die Milchstraße mit ihren Spiralarmen maximal grob skizzieren. Aber man kann mit unserem Modell etwas anderes veranschaulichen: Das Papier (ähnlich der Größe DinA2) das vor uns liegt können wir ca. 1 Million Mal nebeneinander und zusätzlich auch untereinander legen, um in diesem Beispiel die Größe des sichtbaren Universums ungefähr zu simulieren. 

    Um es dann mit diesem Papiermodell vollends ausufern zu lassen: Man müsste natürlich jedes Blatt noch ca. 1 Mio gleicher Blätter aufstapeln (beachte hierbei dass die einzelnen Kästchen viel höher wären als bei dem erschaffenen Papierstapel)! Wir sähen nun 100 Mio mal 100 Mio Kästchen im quadratischen Ausmaß von 500 Quadratkilometern. Nur ein Mikroskop könnte die Sonne als einen winzigen Punkt innerhalb eines dieser Kästchen sehen. Man stelle sich an dieser Stelle vor, man steht auf einer Fläche die fast so groß ist wie Deutschland (obendrein 500 Kilometer tief/hoch und hat keine Chance dazu, im vorliegenden Modell die Sonne ohne ein Mikroskop zu finden. 

    An dieser Stelle sei zusätzlich angemerkt: Das Verhältnis zwischen einer 240 qm großen Wohnung in München zur Gesamtgröße Münchens entspricht dem Größenverhältnis zwischen Erde und Sonne. Ihre Wohnung passt dann auch 1,3 Millionen mal in die Stadt München hinein.

    Fakt ist aber auch: Der Mensch ist bei weitem nicht in der Lage zu ergründen, ob unser Universum in einem Modell eckig wäre oder rund, oder ob es gar so geformt ist, wie wenn wir aus unserem Papiermodell eine Papierkugel zusammenknüllen würde. Es gibt sogar Vermutungen, wonach unser Universum eine ähnliche Form haben könnte wie ein Reitersattel für ein Pferd. Immerhin ist es mir selbst erstmals in meinem Kopf gelungen die Größe des Universums grob zu erfassen, ohne dass ich während dem Rechnen den von mir benutzten Maßstab verändern musste. Bei allen Modellen die ich bisher kenne wurde irgendwann der Maßstab verändert, und somit kann man sich das nicht mehr in entferntesten vorstellen, wie groß unser Universum ist.


    Falls der Leser an dieser Stelle noch nicht genug hat: Ausgehend von unserem DinA2 Blatt hat die etwas größere Andromedagalaxie (diese hätte ca. 140 karierte Kästchen Ausmaß) einen Abstand von ca 25 solcher Papier -Einheiten, also ca. 2500 Kästchen nahezu leeren Zwischenraum. Beide Galaxien steuern wissenschaftlichen Berechnungen zu Folge durch den interstellaren Raum aufeinander zu. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es einen heißen Tanz der beiden Galaxien geben wird, die dann später zu einer elliptischen Galaxie verschmelzen könnten. Bis zu diesem eventuellen Ereignis (in 4-10 Mrd Jahren) wird unsere Sonne jedoch womöglich bereits gar nicht mehr existieren. 

    netter Link vom Max-Planck Institut über Größenordnungen der mir grade über den Weg lief: https://www.mpifr-bonn.mpg.de/412978...n_eric_reitz_a
    Geändert von neuerneuer (11.04.19 um 23:56 Uhr)

  6. #16
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    Stellt man sich vor man sieht einen "Punkt/." auf seinem Bildschirm. Nun macht man 3 Leerschritte und setzt dann den nächsten Punkt mit der Tastatur. Nun nehmen wir an, dass der Abstand beider Punkte denjenigen zwischen unserer Sonne und Proxima Zentauri, unserem nächstgelegenen Nachbarstern in 4,2 Lj Entfernung, simuliert (im Maßstab ein Punkt auf dem PC= 1 Lichtjahr).

    In diesem Maßstab wäre der Umfang der Milchstraße ca 100 Meter groß, also so große wie eine Aschenbahn um ein Fußballstadion. Einer der Aschekrumen auf der Bahn wäre dann so groß wie die Sonne mit ihrer gesamten Umgebung bis zur oortschen Wolke. . Zur realistischeren Darstellung müssten sie den Bereich innerhalb der Aschenbahn noch ca 2-3 Meter hoch mit Asche auffüllen!

    Der Mond würde falls er bei seiner Umkreisung der Erde ein Seil spannen würde (zb wie eine Spinnwebe) eine nahezu kreisrunde Öffnung hinterlassen, durch die die Sonne gerade so durchreisen könnte, ohne anzustoßen.

    In diesem Maßstab wäre es auch so, dass das Universum mehr als die Erdkugel als Größe hätte. Eines müssten man zu genaueren der Größe noch tun: Denken sie sich ein Schachbrett mir 64 Feldern und legen sie auf jedes Feld eine Erkugel, dann ist man sie sehr nahe dran am Größenverhältnis des Punktes zum Universum. Eigentlich muss man nur wissen, dass die Sonne nix ist - aber auch gar nix im Universum!


    beispielhafte Adressdaten - wie findet mich ein kosmischer Briefträger?

    An das beobachtbare Universum,
    Groß- Supergalaxienhaufen Laniakea (einer von vielen Kontinenten mit ca. 520 Mio Lichtjahren Ausdehnung),
    Supergalaxienhaufen Virgo (ähnlich Country),
    Lokale Gruppe (ähnlich Bundesland),
    Milchstraße (ähnlich Stadtname),
    Orionarm (ähnlich Stadtteil),
    Gouldscher Gürtel (ähnlich Siedlungsname),
    Lokale Flocke (ähnlich Gebäudegruppe),
    Sonnensystem (ähnlich Gebäudekomplex),
    3. Planet (ähnlich 3. Stockwerk),
    Nordhalbkugel - Mitteleuropa - FR of Germany - PLZ ................
    Geändert von neuerneuer (15.05.19 um 10:15 Uhr)

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